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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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dritte Königliche Linie.

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1262.

Gelangung zurKrone.

pk-jüppl. kommtim 8. Jahre 1060.zur Krone, und istbey seines VattersLebzeiten zu Rheimsgesalbet worden.Diese Regierung istunter den vorigen dielängste, wenn manClotarii seine, dieRegierung all derje-nigen, die ihm gefol-get, und LudcwigsXIV. ausnimmt.Diese nemliche Re-gierung ist durch ver-schiedene grose Er-eignisse, woran aberPhilipp I. gar keinenTheil nahm, be-rühmt; und dieserPrinz kam seinenUnterthanen um somehr verächtlich vor,als das Jahrhun-dert fruchtbarer anHelden war. DieKönigliche Gewaltwurde auch in sei-nen Handenschwach.

Denkwürdige Begebenheiten.

1262. 6r.

Balduin , Grab von Flandern, des verstorbenen Kö-niges Schwager, wurde von demselben, seiner Gemah-lin Anna , weil sie eine Ausländerin und wenig geachtetwar, wie auch dem Herzog von Burgund, in der Vor-mnndschafc vorgezogen, weil er in Frankreich ein zugro-ses Ansehen , und ehemals die Krone ansprächig gemachthatte.

1262. 6z. 64. 6 s. 66.

Balduin bekleidete seine Vormundschaft mit Ehren,und schlug die Gasconier, die eine Empörung unternah-men. Staatsveränderung in England (1266.) durch desH. Eduards Tod, welcher ohne Kinder verstarb, undWilhelm den Unachten, Herzogen von Normandie, zuseinem Nachfolger ernannte. '

1267. 68. 69. 72. 71. 72. 7z. 74. rc.

Balduin stirbt, da der König i s. Jahr alt war.Dieser Herr führet in Flandern Krieg, wo er bey St.O-mer geschlagen wird.

Gregorius V!l. verordnete in dem berüchtigten vl-(sirttus, welches er gemachet haben soll, daß der Pabstdas Recht habe, den Kaiser abzusehen, und seine Unter-thanen ihrer Eidespflicht zu entbinden. (Concilien desP. Hnrduins im Jahr 127s.) Einige Geschichtschrei-ber haben behauptet, daß ihm jenes Werk fälschlich zuge-schrieben worden; dem sey aber wie ihm wolle, so ist dochgewiß, daß die Maximen dieses Pabstes die nemlichen,als die in dem vicsiaws enthaltene, waren, indem er der-gleichen in seinem Zs. Briefe an Roderich, BischoffenzuChalons, in seinem Briefe anHerimann rc. geäußert hat.

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Schen-