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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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iz6 Geschichte von Frankreich,

Denkwürdige Begebenheiten unter Philipp Augusten.

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Die Franken eroberten die Stadt Acre; die Eroberung dieser Stadtwar nur in so ferne nützlich, als selbige die Kreutzfahrer in Stand setzte,Jerusalem zu belagern; aber der unter ihnen eingerissene Zwiespalt hindertesie daran.

Conrad, Markgrav von Montferrat, spielte unter dem Kriegsheece derChristen in Orient eine vornehme Rolle. Die Niedergeschlagenheit derTruppen nach der Niederlage bei Tiberias hatte seinen Muth gar nicht ver-mindert, und da er Lusignan als einen, der der Königlichen Würde verlu-stig worden, ansah, so lies er sich zum König von Jerusalem erklären.Der König von Frankreich hatte seine Parthie, und mithin Richard desLusignan seine genommen. Der Herzog, oder Markgrav von Oesterreich,der allein an der Spitze der Teutschen Kriegsvölker geblieben, hatte sich,wegen einer von Richard angeblich erlittenen Schmach, mit Philipp Augu-sten vereiniget. Alle diese Tremrungen machten, daß man den Hauptge-genstand des Kreutzzuges aus den Augen lies, und vereitelten die Wirkung,die man davon haben sollte. Der König, der von einer Krankheit befallenwurde, worüber ihm die Haare und Nagel abfielen, ward ein Jahr daraufgezwungen / Syrien zu verlassen; Richard, so allein da verblieb, that Wun-der der Tapferkeit, aber sie dienten zu nichts, als zu seinem Ruhme; dieEroberung von Acre, sonst Ptolemais genannt, war die Grenze'der Christ-lichen Eroberungen in Palästina. Ansonsten blieben die Christen in einemso schlimmen Zustand, als vor der beeden Könige Ankunft - ihre einzigeHofnung, der Markgrav Conrad von Montferrat, wurde ermordet, derGrav von Champagne ward an seine Stelle zum König von Jerusalem er-nennet , eben als wenn dieses Königreich noch vorhanden gewesen wäre, undLusignan gieng in Cypern, daselbst zu regieren.

In diesem Kriege fanget man an, von der Würde eines Marschallsvon Frankreich zu reden; noch führte derselbe keine Kriegsheere an.

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