dritte Königliche Linie.
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I22Z.
Gelangang zurKrone.
L u d ewigVIll. Löwenherzgenannt, kommtdM2s.Jul. I22Z.!im z 6 . Jahre zurRegierung. Er warunter der dritten Li-nie der erste, dernicht bey seinesVatters Lebzeitengekrönet worden.Stephan, Abt zuSt. Genevieve,und hernach Bi-schof zu Tournai,war, da er nur nochAbt gewesen, seinPathe. Erwürbeden 6 . August122g. zu Rheimsgesalbet und gekrö-net.
Denkwürdige Begebenheiten.
I22Z. 24.
Heinrich III. König von Engelland, statt daß er derKrönung Ludewigs hatte beywohnen sollen, lies ihn umdie Herausgabe der Normandie angehen. Der 'Königweigert sich dessen, und weil er vorher sah, daß derselbe,so bald der mit ihm gemachte Stillstand zu Ende seynwürde, den Krieg unfehlbar wieder anfangen dürfte, sonahm er den Bedacht, sich wegen des Kaiser Friederichs,und vieler andern Herrn, die des Königes von EngellandParthey hatten ergreiffen können, sicher zu stellen. Alser endlich die Confiscation von der Normandie, gleichseinem Vatter, wie auch aller von der Krone herrühren-den Lehne, die bishero den Königen von Engelland gehö-ret hatten, neuerlich bekannt machen lies, und Willenswar, die Engellander aus Frankreich zu vertreiben, somarschirte er mit einem zahlreichen Heere aus. Er nahmihnen Niort, St. Johan Dangeli, und alles, was dis-seits der Garonne lag, weg, ingleichen die Lander, Li-mousin, Perigord, Aunis, nebst la Rochelle. Nichts,als Gascogne und Bourdeaux war übrig, die Engel-lander vollends zu vertreiben, aber der übel berathene Lu-dewig VIII. lies sich durch den Pabst bewegen , die Albi-genser zu bekriegen. Zwey Gründe bestimmten ihn dazu,erstlich, weil ihm der Pabst erlaubte eine außerordentlicheSchätzung von der Französischen Geistlichkeit zu erheben,zweytens, weil der jung« Amauri von Montfort ihm alledie Eroberungen in Languedoc, womit Philipp Augustseinen Vatter bestehen hatte, abtrat.
Ein Betrüger, der sich vor Baldukn Graven vonFlandern und Kaisern in Constantinopel ausgab, der
schor,