dritte Königliche Linie. 201
Denkwürdige Begebenheiten unter Philipp dem Schönen.
den Flamlandern ; ihr Grav -wird auf freyen Fuß gesrellet. Er kommtnach Compiegne , wo er im 80. Jahre seines Alters stirbt. Sein SohnRobert von Bethune ist sein Nachfolger. Benedict XI. entbindet den Kö-nig von dem Banne Bonifazens VIII. sowohl als diejenigen, welche darun-ter begriffen waren, Nogaret allem ausgenommen.
izos. 6. 7. 8. rc.
Die Zweykämpfe werden in Rechtssachen auf ewig verborten.
Bertrand vonGot, Clemens V. genannt, verleget i zo8. den H. Stuhlnach Avignon. Er blieb daselbst bis i Z76. da Gregorius XI (dieser ist derletzte Französische Pabst gewesen.) von dort weg, und nach Rom gieng,allwo er 1377. anlangte. Bey den Gelehrten konnnt in Bestimmung derZeitpuncte hierin« eine Verwirrung vor, indem einige das Ende der Trans-lation von der Abreise von Avignon, andere aber von der Ankunft zu Roman, rechnen. Der Pabst thut die Erklärung, daß die von Bonifaz VM.gegen Philipp den Schönen erlassene Bulle hsiia-n laucbun den FreyheitenFrankreichs unnachtheilig sey. Einige stehen in den Gedanken, daß dasParlemerrt damals erst anfieng, immer zu sitzen. „ Die Errichtung der„Parlementer, saget Loiseau » hat es verhütet, daß wir nicht, wie m„Italien und Teutschland, zerstückelt und in Cantons eingetheilet worden,„und das Königreich ganz beysammen erhalten." Es giebt' über den Ur-sprung der Parlementer verschiedene Meynungen; was man mit Gewisheitsagen kan, ist dieses, daß die Parlementer, so, wie sie heut zu Tage ste-hen, vom Jahr 1294. an gestanden, wie aus einer Verordnung erhellet,deren Budäus erwehnet, und die uns nicht bekannt geworden, worinn,gegen den mit guten Bedacht eingeführten Grundsatz, gesaget wird, daßdie Stimmen nicht gezehlet, sondern von den Richtern, die im grösernTribunal sitzen, abgewogen werden sollen, in maxims 'Iribuuali; inglei-chen, daß die Präsidenten des Gerichtshofes, Principes am krLliäes Luris nachdem Gutachten derjenigen, die sie vor die geschicktesten und erfahrenstenhalten, ex cenlentmm Al-avitate 6c ineritis (lluäasiiL in kancleäkas.) zu spre-chen haben. Anfang der Schweizerischen Republic, von welcher drey Can-ton gegen das Haus Oesterreich, so ihre Souveraine gewesen , sich empö-ren Diese Cantons warm Urk, Untenvalden, Schwiz; dieser letztere gab
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