264. Ge schlichte hon Frankreich,
Denkwürdige Begebenheiten unter Larln VI.
,ckion weggkeng, und in die Stadt Montluelkam/ woselbst er 1416...Sa-„voyen zu einem Herzogchum machte."
Des Herzogs von Burgund Wiederkunft nach Paris, wo Villiers del'Jsle-Adam, der ein Monat zuvor dahin gekommen, alle Arten von Ge-waltthaten verübet hatte.
Das nn Jahr 1414. angegangene Concilium von Costniz erreichetseine Endschaft; dadurch hörte das Schisma auf, und wurde Martin V.zum Pabst erwehlet. Diese Kirchenversammkung verdammte die Kehe-reyen des Wiclefs, Ioh. -Hustens und Hieronymus von Prag;dieses ist der Zeitpunkt von der Reformation, welchen man in Absicht aufÄe Vergebung der Pfründen in der Kirchenzucht einführte.
1419.
In Bretagne werden durch die Margaretha von Elision, Johanns vonBlois Gravens von Penthievre Witttve,, Unruhen erreget. Der Herzogvon Burgund, welcher die Uebermacht Heinrichs V. einsah, giebt denVergleichsvorschlägen, die ihm der Dauphin machen ließ, Gehör; sie be-sprechen sich auf der Brücke von Montereaü, worauf Jobann der Unerschro-ckene erstochen wird. Tanegui dü Castel wird dieses Mordes beschuldiget,aber Philipp der Gute, Johanns des Unerschrockenen Sohn, nahm her-nach die Rechtfertigung des Tanegui dü Castel an, welcher die Beschuldi-gung dieses Todschlages ablehnte. Jsabella verbindet sich mit Philipp demGuten , Johanns des Unerschrockenen Nachfolger, gegen den Dauphin, siemacht einen Stillstand mit Engelland, worauf ein schädlicher Friede vorFrankreich erfolget. Diese Fürstin harte zu Amiens -einen Obergerichkshofangeleget, welcher die Stelle eines Parlements verwetten sollte. Die Brie-fe und Befehle ergiengen im Namen der Königin folgendergestalt: „Jsabel-„la von GOttes Gnaden, Königin in Frankreich ; demnach wir wegen der„Geschäfte des Herrn Königes die Regierung und Angelegenheicen,dieses Kö-„nigreichs übernommenchaben r,c."
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