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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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dritte Königliche Linie.

Denkwürdige Begebenheiten unter Larln VIII.

einigte» Armee unter der Anführung-es Marquisen von Mantua, erhalten,erleichterte seinen Zurückmarsch, und setzte ihn im Stand, dem von Lude-wigen in Navarra belagerten Herzogen von Orleans zu Hülfe zu kommen.Man muste aber Navarra, wie auch den Hafen de la Spezzia Llidewigenwieder geben, welcher solches durch einiges Geld, so er dem König unddem Herzog von Orleans gab, und vermittelst des Versprechens, den übri-gen Franzosen in Neapel Hälft zu leisten, erlangte, so er aber gewiß nichtzu halten willens war. Das Königreich Neapel wird, ohngeachtetAubignidas Treffen bey Seminare gewonnen, in eben so kurzer Zeit wieder erobert,als es war eingenommen worden. Ferdinand wird durch seine Unterthanendahin zurück berufen, und vorn Gonsalvo von Cordua, diesem berühmten Ge-neral Königs Ferdinands des Catholischen in Spanien, unterstützet. >

König Ferdinand von Neapel genieset dieses neue Glücke nicht lang,erstirbt ohne Kinder zu hinterlassen, und sein Oheim Friederich folget ihm.Guichardin merket an, daß das Königreich Neapel binnen z. Jahren 5.Könige gehabt, Ferdinanden, Alphousen, Ferdinand U. Carln VUI undFriederichen. Der Grav von Montpensiec, welchen Carl VIU zum Vice-könig in Neapel gemachet, stirbt zu Pouzzolo ander Pest.

1497.

Ohnerachtet die Unternehnrung auf Neapel unglücklich abgelaufen, sowollte man dennoch den König aufs neue dazu bewegen, oder daß er ive-nigstens den Herzog von Orleans abschicken möchte, Genua zu erobern.Der Herzog von Orleans aber, welcher einsah, daß die Gesundheit desKöniges in mislichen Umständen, und er nach dem in einem Alter von z.Jahren erfolgtem Ableben des Dauphins, Kronerbe sey , hielt es wedersürrathsam, sich zu entfernen, noch zuzugeben, daß der König wiederübers Gebürge gieng. Dieser Herr hatte auch selbst schlechte Lust dazu,er war zu Tours in eine von den Jungfern der Rönigin verliebt ( sonennte man damals die Fraulein, welche Anna von Bretagne am ersten zusich nahm.) Erhebung des Grand Conseil zu einem Obersten Gerichtshof;der Canzler ist desselben Haupt. Franz l. bestellte einen ersten Präsidenten,

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