dritte König l iche Linie. 309
"Denkwürdige Begebenheiten unt er Lude wig XII.
HeiwthUs Herzogs von Meiland unächte.i Tochter zum Her-zog darüber- gemachet, und Ludewig Ssorcm der wor genannt, cher vonib,n abstammte, regierte damals daselbst, nachdem er seinen Neffen nntGift vngeben lassen/ und durch den ne.nlichen Kaiser 149s. die Belehnungüber dasselbe erhalten.
Edlct/ wodurch verordnet wird / dass in Zukunft die 'Amtleute undSeneschalle graduiret seyn sollen.
,499.
Ludewig XU. vermählet sich nnt der Anna von Bretague; diese Prm-
zeßin hatte ein besonders Schicksal. L>ie war Carls VIII Gemchlm/ m-de L sich aewissec massen von dem Maximilian, den sie durch Vollmacht-ch-imKlIu-, schi.d ,md ih« Eh-mi. tud.wigXII. kam mcht -H-- zuStande, als bin sich dieser Herr von seiner ersten Gemahlin Johanna ge-Me?m hatte Als er diese Prinzessin heirathete /so geschab solches mit al-lerhand Beschwerden über die Zunöthigungen Ludew.as XI. wegen ftknerß-be Nach Carls VIII. verlangte er von dem Pabft, seine Ehe zu zer-nichten, 'und solches geschah auch, nachdem Ludewig XII. dargechan, daßer der Johanna nicht beygewohnet habe. Johann Standons,^er -n derCavelle von Montaigü begraben ist, wurde, weck er über diese L>ache freygesprock-en hatte, aus Frankreich verbannet, kurz hierauf aber zurück beru-fen, und starb izoi. zu Paris.
Der Oberste Gerichtshof in der Normandie, Echiquier genannt, wirdeinem Parleinent und immerwährendem Gerichte gemachet. Der Kö-nig erlaubet Philippen, Maximilians Tohne, Erzherzogen von Oesterreich«nd Herrn der Niederlande, daß er nicht persönlich nach Frankreich körn-en darf, die Leben über die Gravschaften Flandern und Arto-s zr, empfan-gen. Er sichickte'seinen Canzler Guido von Rochefort ab, solche Belehmmgzu Ärras vorzunehmen.
Das Meiländrsche wird von der Armee des Königes unter den Genera-len Ludewig von Lurembmg Graven von Ligni, Robert Stuart Herrn vonAubigni, und Johann Jacob Trivulcio einem Meilandlfchen Herrn, binnen