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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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dritte Königliche Linie.

Denkwürdige Begebenheiten unter Franz I.

Standes im Staat, welchem man das Rauhe des Krieges ansah, feinerwerden möchten. (Branrome.)

Man kan sich nicht genug über die Einfalt verwundern, welche in Ruck»ficht der Gebäude und Garten über mehr als taufend Jahre in Frankreichgeherrschet hat. Der Wiederbringung der Wissenschaften , wodurch derVerstand erweitert worden, hatte man die Erkanntniß dieses Mangels zudanken. Die Künste wurden durch die Uebung vollkommener, und solcheUebung erweckte neue Einsichten. Man fieng an sich nach dem Mase, alsman weiter dachte, in der Enge zu sehen; man schämte sich, daß man bis-her mit so wenigem zufrieden gewesen, und da die Einbildungskraft sicheinmal entwickelt hatte, so gewann sie sehr geschwinde all diejenige Zeitwieder, in welcher dieselbe in die Schatten der Unwissenheit verhüllet war.Der berühmte Zeitpunct dieser grosen Veränderung in Europa ist dassechzehnte Jahrhundert, nemlich die von Mahomet geschehene Zerstörungdes Griechischen Reiches, welche alle Künste und Wissenschenschaften Grie-chenlandes in den Oecident leitete. Die Medicis gaben in Florenz, Leo X.zu Rom und Franz I. in Frankreich, den schönen Wissenschaften das Leben wie-der. Zweymal war es Griechenlands L>chicksal, den Occjdent zu un-terrichten und zu verschönern.