dritte Königliche Linie.
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Denkwürdige Begebenheiten unter (Larln IX.
tun Blute von dem Montesquieu getödet. ' Dieser Prinz war nur z9. Jah-re alt, und trug damals einen Arm in der Binde, wurde auch eilten Au-genblick vor dun Treffen von dem Pferde des Graven von Rochefoucauldseines Schwagers auf das Bein getreten. Als er sich in der! Welt zeigte,hatte er nur 6002. LivreS Einkünfte, die Marschallin von St. Andre schenk-te ihm ihr Glkth Valerk, es ist aber nicht andem, daß es deswegen gesche-hen , daß er und seine Nachkömmlinge allda sollten begraben werden. Man§mt gesiiget, er wäre auf des Herzogen von Anjou Geheiß getödet worden.D'ese Schlacht dauerte sieben Stunden und war doch nicht gar blutig. DieCatholiken siegten. Die. Königin hatte den Prinzen gerne durch seine Bey-schläferinnen beherrschet, welche sich alle schmeichelten, ihn zu Heimchen:Mademoisell von Limeuil wurde schwanger und vom Hof weggeschaffet) dieMarschallin von St. Andre brachte ihr Vermögen allda durch, und dieHerren von Guise konnten ihn durch die Hoffnung, die Königin in Schott-land zu Heimchen, nicht gewinnen. Nach Eleonorens von Roye Todeverhei-rathete er sich wieder mit der Schwester des Herzogen von Longueville.
Der Admiral von Coligni tröstet die Hugonoten. Johanna vonAlbret, Königin von Navarra führet ihnen ihren Sohn Heinrich Prinzenvon Bearn, nachmals Heinrich IV. und Prinz Heinrichen, des Prinzen vonConde Sohn, zu. Der junge Fürst von Bearn wird zum Oberhaupt die-ser Parthey erkläret. Obgleich sein Vatter tod war, so nahm er doch erstnach seiner Mutter, Johanna von Albret, Absterben, den Titel eines Kö-nigs von Navarra an.
Heftiger Scharmützel beyRoche-la-Delle imLimousinischen den az.Ju-nitls. Der Herzog von Anjou stund alldort, den Amiral, welcher durchdie Teutschen verstärket worden, zu hindern, in Hochpoitcu einzudringen;der Vortheil war auf des Amirals Seite. Der Amiral hebt die Belage-rung von'Poitiers auf, so von dem jungen Herzog Heinrich von Guise tapfervertheidiget wurde.
Den z. Oktober war das Treffen zu Momconconr, dieses war dasvierte unter dieser Regierung, die Schlacht zu Dreur 1562. die zu St.Denis und die zu Jarnac mitgerechnet. In allen Vieren wurden die Hugo-noten geschlagen. Jenes Treffen war sehr blutig, der Herzog von Anjou
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