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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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4i« Geschichte von Fra n kreich,

Denkwürdige Begebenheiten unter Heinrich IV.

Mi mit seinen besten Truppen Paris zu Hülfe, er wäre aber zu spategekommen, wenn Heinrich IV. wie er konnte, die Stadt mit rechter Ge-walt hatte erobern wollen, so aber mochte er sich nicht entschliefen, Pa-ris dem Elende einer mit Sturm eroberten Stadt auszusehen. Erhebt die Belagerung auf, dem Herzog von Parma entgegen zu gehen;dieser aber laßt sich nicht hinters Licht führen, sondern begnügte sich mit demEntsatz, weichet dem Treffen aus, erobert Lagni, sodann Corbeil, bringtLebensmittel nach Paris uyd ziehet sich in die Niederlande zurück. Decretder Sorbonne gegen Heinrich IV. Nicht nur um Paris war Krieg, son-dern auch mit gleicher Lebhaftigkeit unter den Königlichgesinnten und Ligistenim ganzen Königreiche. Der Herzog von Mercöur nimmt den KöniglichenHennebont in Bretagne wieder ab. Dieser Prinz war das Haupt der Ligein dieser Provinz, und von dem Herzog von Mayenne unabhängig. Erhatte sich mit dem König in Spanien eigens in Traktaten eingelassen, aberobwohl Philipp II. und er gegen Heinrichen IV. eins waren, so waren dochihre Absichten verschieden, weil einer wie der.ander Bretagne haben wollte,der Herzog von Mercöur wegen der Ansprüche seiner Gemahlin, der Erbinvon Penthievre und Philipp II. vor seine mit der Elisabeth Heinrichs II.Tochter erzeugte Prinzessin. Der Herr von gesdiguieres schlagt den Her-zog von Savoyen, .und wird Statthalter zu Grenoble, welche Stadt erwieder erobert hakte. Das Parlament von Aix erklärt den Herzog von Sa-voyen zum Statthalterund Generallieutenankvon Provence unter der Rro-ne Frankreich. Gregorius XIV/ thut Heinrich IV. in den Bann. Wäh-rend dem Conclave, worinnen Gregorius XIV. erwehlt worden, werden dwProphezeyungen des H.Malachias über die Wahl der Päbfte geschmiedet.

Gregorius XI V. läßt Anmahnungsschreiben wider Heinrich I V. in Frank-reich bekannt machen, welche durch die zu Tours und Chalons sitzende Par-lementer zum Feuer verdammt werden. Der König erneuert seines Orthsdas Friedensedict Gunsten der Protestanten. Der Ritter von Acunalewill St. Denis vor die Lige überrumpeln, kam aber dabey ums Leben. Derherzog von Mercöur schlägt an der Spitze der Ligistischen und SpanischenKriegsvölker den Herzog von Montpensier vor der Stadt Eraon in Anjou.Mislungener Anschlag des Königes auf das Thor St.Honorius, oder !a

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