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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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4^8 G eschichte von Frankreich ,__

Denkwürdige Begebenheiten unter Heinrich IV.

her entstunden die Anspräche des Marggraven von Brandenburg, des Her-zogs von Neuburg, des Herzogs von Zweybrücken , des Churfürsten vonSachsen, des Marggraven von Burgau, wegen ihrer Verbindungen mitdem Hause Eleve,

Der Prinz von Eonde begkebt steh mit seiner Gemahlin Margarethavon Montmorenci , vor welche derKönig einige Neigung blicken lassen, nachBrüssel und sodann nach Mejkand,

Policeyverordnung vom i2. November, daß die Comödkanten auf denBühnen in dem Hotel von Burgund und du Marals, um 1 Uhr Nachmit-tags ihre Thore eröfnen, und mit dem Schlage zwey, es möchten Leute daseyn oder nicht, Las Schauspiel anfangen sollten , damit solches vor halbfünf Uhr zu Ende wäre. Dieses Reglement galt von Martini bis auf deniz.Hornung, Damals war Paris ganz anders beschaffen als heutigesTags, es gab keine Laternen da, viel Koth und gar wenige Kutschen, de-stomehr Diebe aber. Deswegen hinderte solches die Schauspiele, bevorabim Winter , zu besuchen/ und war der Anlaß zum Policeyreglement,

1616,

Heinrichs IV. Project auf Teutschlanb, wozu ihn die Erbfolge in dasZülich- und Bergische veranlaßte, vermög desselben wollte er , nach demBericht verschiedener Schriftsteller / einen Staatskörper unter dem Nameneiner Lhriftlichett Äcpublic errichten / wozu Europa in funfzehen Thei-le vertheilt werden sollen. Dieses aber siehet einem Roman sehr gleich, Hein-rich IV. hielt sich wahrscheinlicher Weise an den Tractat zu Brüssel, den ermit dem Herzog von'Savoyett eingegangen, vermög dessen er ihm sechzehentausend Mann gab, damit er das Herzogthum Meiland zu Schadloshak-wng wegen des geringen BrautschaHes, so er von Philipp II. mit seiner Prin-zessin bekommen, , erobern möchte, wie auch an den Tractat zu Hall, inKraft dessen der König den Erbendes Herzogs vonBergen mit 10200. Mannzur Besißnehmung der erledigten Staaten behülstich seyn sollte. Seine üb-rige Kriegsvölker, welche 24002. Man« ausmachen mochten , waren be-stimmt sich aufder Seite der Pyrenäen der Verlegenheit Spaniens zu nutzzu machen, weil er so viel Ursache hatte, sich daran zu rächen.

Hektt-