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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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Geschichte vonFrankreich,

Denkwürdige Begebenheiten unter Ludewig XM.

Moncallier und Jvree erklären sich vor diesen Prinzen; den 4. Man be-kommt er Trin, nachdem er und der Marquis von Leganes den 19. Aprilvon dem Cardinal de la Valette gezwungen worden , die Belagerung vonTurin aufzuheben. Der König wird mit der Herzogin von Savoyen eins,Carmagnola, Savigliano und Chixasco zu besetzen; es war solches das si-cherste Mittel, die Prinzen von Savoyen von dem Bündnis; mit Spanienabzuziehen, weil sie solchergestalt besorgen musten , die Franzosen möchtenandernfalls die eingeräumten Platze behalten. Den 7. Jun. schlagt Pkco-lomini den Marquis de Feuquieres, derDiekenhofen belagerte, wobey mehrals 10060. Franzosen getödet oder gefangen worden. Der Herr von Feü-quieres stirbt bald darauf an seinen Wunden. Der Cardinal don Richelieugab diese Niederlage dem Graven von Grancey, der nachmals Marschallvon Frankreich worden, und dem Marquis von Praslin Schuld, welche indie Bastille wandern musten.

Picolomim hebt bey Annäherung des Marschalls von Chatkllon dieBelagerung vpn Mouson, welches Refuge vertheidigte, auf.

Carl I- wird, nachdem er gegen die Rebellen in Schottland eine Ar-mee zu Jork vergebens versammelt hatte, genöthigt, sich den 28-Jun. zuDerwic mit selbigen zu setzen, und ihnen zu erlauben, emen freyen Syno-.dum und ein Pariement züsamm zu berufen, damit dieses desselben Satzun-gen bestätigen konnte. Dieser Synodus vermochte das ganze Volk das so-genannte Lsnvenanr zu unterschreiben , welches eine Urkunde war, wo-durch man sich anheischig machte, die Religion gegen den König selbst zuvertheidigen. Die Presbyterianer in Engelland vereinigen sich mit denenin Schottland. Den zo. Jun. ergiebt sich Hesdin an den König , und laMeilleraie erhalt allda in der Bresche den Marschallsstab von Frankreich.Den 19. Jul. ergiebt sich Salces an den Prinzen von Conde , und den 2.August Jvoi an den Marschall von Cßatillon. Den 27. August überrum-peln die Prinzen von Savoyen die Stadt Turin. Die Herzogin von Sa-voyen nahm ihre Zuflucht nach Susa, wo ihre Prinzen waren, und von danach Grenoble, wo sie den König sthen wollte. Die Citadelle blieb der»Franzosen. Den r 8. Jul. gieng der Herzog von Sachsenweimar nicht oh-ne Verdacht empfangenen Gifts, mit Tod ab, und war nur z6. Jahr altworden. Dieses wär ein groser Verlust vor Frankreich gewesen, wenn der