dritte Königliche Linie.
6n
Denkwürdige Begebenheiten unter Ludewig XIV.
Lehrer gewesen, wurde Unterlehrer. Der König läßt befehlen, daß manalles Silber in die Münze bringen soll, und gehet mit seinem Exempel vor.Errichtung einer Tontine, welche mehr als Zv. Jahr zuvor ein gewisserTsnti vorschlug.
Die Herren von Brionne und von Hauttefort schlagen sich.
1692.
Der den 20. Aug. vorigen Jahrs erfolgte Tod Jnnocens XI. so eingeschworner Feind voll Frankreich gewesen, und die Erhöhung des Ottobo-.ni, die unter dem Namen Alexanders VIII. den 6. Oktober geschehen, leg-ten die Handel zwischen Rom und Frankreich bey Seite. Der Herr Her-zog von Chaulnes lößte den Herrn von Lavardin in dem Gesandschaftspostenab, in welchem er sich sehr übel betragen, und in allem dem Cardinal Etreesentgegen gewesen, mit dem man ihm doch aufgegeben sich zu vernehmen.Der König gab dem Pabst Avignon wieder, und derselbe schrieb einer Per-son am Hofe, die im hohen Ansehen stund, ein Breve, so voll Achtung undVertrauen war. Den 20. April stirbt die Dauphine. Ein wenig vor ih-rem Absterben sagte der HerrBostuet zu dem König, der in ihrem Zim-- mer war, „Eure Majestät sollten sich wegbegeben; worauf der König ver-aschte, nein, nein, es ist gut, daß ich sehe, wie meines gleichen Leute ster-„beu." Herzog Carl V. von Lothringen stirbt im 48. Jahr seines Altersden 17. April zu Wels bey Linz. Am Rhein gieng nichts vor; daselbstcommandirte der Dauphin und unter ihm der Marschall von Lorges.
Der Churfürst von Bayern getrauete sich nicht Philippsburg anzugreifen.
Schlacht zu Fleurus«bey Charleroi, welche der Marschall von Luxen-burg den 1. Jul. gegen den Fürsten von Waldeck gewinnet. Es war derHerr von Boufflers, so ein eigenes Corps an der Niedernmaaß comman-dirte, ehe es der Prinz Waldeck erfuhr, zu ihm gestosen ; die kühne aberentscheidende Wendung, welche der Herr von Luxenburg durch seine Reute-rey machen lies und Waldeck wegen der Ungleichheit der Lage nicht wahr-nehmen können, verursachte den Sieg, indem dadurch der feindliche rechteFlügel schon überflügelt worden, da der Prinz von Waldeck glaubte, daß