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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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Geschichte vo n Fran kr eich, _

Denkwürdige Begebenheiten unter Ludewig XIV.

claration vom 4. August. Diese Declaration wurde den 14. August auf desjezigen Canzlers Herrn Dagucsseau Schlußsatz im Parlement einregistriret.DerDiscurs, welchen er bey dieser Gelegent ablegte/ ist ein unsterblichesDenkmal von den gründlichen Lehrsätzen der Französischen Kirche, und wirddas Gedächtniß dieser grosen'Magistratsperson in Ehre gehalten. Der Ge-horsam des Herrn Fenelon gegen die Erkannkmß der Kitche bestättigte dieEoreinung, die man von der Tugend dieses Prälaten hatte.

Den-6. Hornung laßt der König den Botschafter von Maroeco vor.Den 8. Hornung halt der Herr von Monaco, des Königs Botschafter,seinen Einzug zu Rom. Den 2^. November leistet der Herzog von Lothrin-gen dem König wegen seines Herzogthums Bar die Pflicht.

Im Jahr 1582. ist der Calender von Pabst Gregorio XIII. verändertworden, und die Protestanten, so solchen nicht annehmen wollten, nahmenihn in diesem Jahre an, Engelland, Schweden und Dänemark ausgenom-men , welche bey dem alten blieben ; dadurch ist der Unterschied der zehenTage alten und neuen Styls entstanden. Der Herr von Pontchartrainwird an die Stelle des den 26. September verstorbenen Herrn BoucheratCanzler, und an seine Statt Herr Chamillard Genera Kontrolleur.

Rittrrsäule, welche auf dem Platz des Conquetes, oder Ludewlgs desGrosen, sonst Vendome, errichtet wird.

t7<2S.

Der Tod des Bayerischen Churprknzen veranlaßt den zweyten Thei-lUNgstractat, der zu Londen den I Z. März und zu Haag den 25. durch dienemlichen Machte wie der erste eingerichtet worden. In diesem zweytenTractate gehet in Absicht auf den Dauphin keine Veränderung vor, als daßman ihm Lothringen und dagegen dem Herzog Leopold Meiland gab, so demErzherzog genommen, ihm aber die ganze übrige Spanische Monarchie zmgcdacht wurde. Die zwey Bedingnisien dieses Tractaks verlauteten, daßder Kaiser in z. Monaten die darinn ausgeglichene Puncte annehmen mä-ste, und niemals die Krone Spanien von einem zeitigen Kaiser getragenwerden sollte. Leopold machte so sicher auf den König von Spanien Rech-nung,