_ dritte Konigl iche Linl e. 6z.?
Denkwürdige Begebenheiten unter Audewig XIV.
Den 2Z. September wird zu Neapel zu Gunsten des Erzherzogs ein'Aufstand erreget/ welcher durch des Unterköniges Herzogen von Messtna Celi Sorgfalt gestilsst worden.
Da das verwichene Jahr der Herzog von Gloeester , der PrknzeßmAnna Sohn/ verstorben/ so that das Parlement den i z. März die Erklä-rung/ daß im Fall der König Wilhelm/ oder die Prinzeßin Anna von Dä-nemark/ ohne Leibrserben mit Tode abgehen würde»/ die verwittibte Prin-zeßin Sophia von Hgnnover/ als die nächste in der Protestantischen Erb-folge / zur Krone gelangen,, und ihr ihre Nachkommen folgen sollten.
Schon am iz. Jenner ist der Churfürst Friederich von Brandenburgzum König in Preussen verkündet worden. Sein Enkel Friederich / wel-cher dem Hause Oesterreich durch fünf gewonnene Schlachten furchtbar ge-worden / hält ssHund das ,Gleichgewichte in Tentschland / und thut sich so-wohl durch die gross Eigenschaften feines Geistes als durch seine Liebe zurGerechtigkeit und durch seine glorreiche Waffen hervor. Den i Z. Jul.schlagt der König von Schweden die Sachsen best Riga/ und den Li. De-cember erobert Versslbe die Dünamünder Schanze.
1722.
Der den 19. März erfolgte Todesfall Wilhelms III. Königes .von En-gland/ so z2. Jahr ait worden/ macht in dem System der Mitten keineVerandernng. In der Regierung folgt ihm seine Schwägerin Anna.Man sagte von ihm/ er wäre Statthalter in Engelland und König in Hol-land gewesen/ und wirklich liebten ihn die Engellander / als er ihrHerr ge-worden/ nicht mehr/ die Holländer aber behielten eine Liebe'zu ihm / die erwohl erwiederte. Es gefiel Lhmstn Engelland nicht/ wo er. beständig, Ver-druß hatte / und gezwungen wurde/ seine Holländische Leibwache fortzuschi-cken / welche- eine der grossen Kränkungen in seinem Leben war. Das Glü-cke war für ihn erschöpft, weil es ihn zmii-Könige machte / nachmals ver-lies es ihm, und im Krieg war er unglücklich / inzwischen zeigten eben seineUnfälle die Kräfte seines Geistes/ und ob er zwar immer geschlagen wordenist, so ward er doch niemalen aufgerieben. . ,
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