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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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640 Ges chichte von Fra nk reich, _

Denkwür dige BeZebenheiren unter Ludewig XIV.

bis Clitschow nächst Craeau, und schlug ihn den ä 9. Zul. allda. Hatte ersich nicht beym Sturz mit dem Pferde den Schenkel entzwei) gebrochen, sohatte König August von diesem Augenblick an alles verlohren.

Parlementsschluß vom 19. December, worinnen verbothen wird,einePerson Schulden halber in ihrem Hause ohne des Richters Erlaubniß inVerhaft zu nehmen."

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Den 14. Jenner werden zehen Marschalle von Frankreich gemachst,riemlich die Herren von Chamilli, von Estrees, von Chateau - Renaud, vonVauban, von Rosen, von Hurelles, von Tesse,von Montrevel,vonTal-lard und von Harconrt. Nach des Herrn Marfchalls von Lorges Todewurde der Herzog vonHarcourt Hauptmann von der Leibwache.

In diesem Jahre commandirte der Prinz Eugen nicht, sondern derGrav von Stahrenberg übernahm feine Stelle.

Den 5. Jenner schliefet der Herzog von Savoyen ein Bündnkß mitdem Kaiser. Dieser 'Abfall war eine von den vornehmsten Ursachen allerin diesem Kriege erlittenen Unfälle. Den 9. Hornung nahmen die FeindeRheinbergen wieder ein; den 2s. entsehte der Marsichall von TallardTrarbach.

Der Marschall von Villars nahm ohne Widerstand die Städte Offen-burg und Rastadt, wie auch die von den Feinden über der Kinzing aufge-worfene Redouten , sonach aber den 9. März die Beste Kehbweg. Den z.Hornung erobert der Churfürst Neuburg an der Donau, den n. Märzschlägt er die Feinde zu Passau und den 28. zu Burgleugcnftld,den 8-Aprilerobert er Negenspurg, und den 12. May vereinig!et er sich mit dem Mar-sch all von Villars zu Dutlingen, welcher seinen Weg durch den Schwarz-wald genommen hatte.

Des Churfürstens Absehen gierig dahin Tyrol zu erobern, worauf eralte Ansprüche hatte, mittlerweile sollte der Herzog von Vendome in dasTrientische einrücken, um Bayern eine Communieation in das Meylän-

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