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Briefe an einen jungen Prinzen von einem alten Manne : in zweenen Bänden / aus dem Schwedischen übersetzet von J.D. Reichenbach.
Entstehung
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Vorrede.

gönneten Erlaubniß, den größten Theil mei-ner werngen übrigen Lebenszeit in einer ge-ruhigen Einsamkeit zu zu bringen. Ich habeunter mannichfaltigen schweren Veränderun-gen die Beschaffenheit und den Werth derWelt erforschet. Ich habe das Vergnügenin weit ausgestreckten Feldern gesuchet, und esendlich an der Schwelle meiner Hütte gefun-den. Keine unzeitige Lust zum Leben verbit-tert meine Tage; kein unbereiteter Mandelerschrecket mich vor meinem letzten Schritte;keine anklebende Sorge nach Reichthümernhat mein Herz gefesselt; kein schmerzlicherVorwurf stöhret meine innere Ruhe; keinWankelmuth der Freunde verletzet mein anderen Unbeständigkeit gewöhntes Herz. Meinkleines Landgütchen ist mein alles; mein Ver-gnügen ist mein Eigenthum. Das Wohl desVaterlandes ist «leine Freude; die gefetzmas-sige Freyheit ist mein Element; die Ehrfurchtfür die Landesherrschaft meine fröhlichePflicht; die Dankbarkeit gegen die Reichs-stande