Vorrede.
stände und meine werther: Landesleute, meinegrößte Schuld; die Begierde, meinem Näch-sten zu dienen, mein beständiges Verlangen;eine tugendhafte Ehegattinn mein Schatz;einige felsenfeste Freunde meine Gesellschaft;eine theilnehmende Anverwandschaft meinTrost bey entstehendem Sturme; Gottesherrliche Wunder und Werke mein Zeitver-treib; der Wille Gottes mein Wille, unddie Selbsterkenntniß meine Arbeit.
O elende Menschen! die ihr vielleicht zueiner Zeit mit Misgunst gegen mich umge-gangen seyd, da ich unter einer schwerenBürde und mühsamen Geschafften, am we-nigsten den Neid verdienet habe, schauet jetzomeinen Zustand an, rüstet euch; denn nunbin ich eures Neides würdig!
Eines