V9
an einen gesetztem Prinzen.
auszog, sich auf den Kampfplatz begab, und da-selbst sowohl den Löwen als den Stier tddtete.Der ganze Hof ward , wegen einer so kühnen undmit solcher Tapferkeit, Kaltsinnigkeit und einer nichrgeringer: Starke vorgenommenen Verrichtung vor:Verwunderung eingenommen. David war klem,waren die Worte des Königes, er warf aber einenGoliath, der ihn so spöttisch verachtete, zu Bo-den. Nach der Zeit unterstund sich niemand, diegeringste Verschmutzung wider einen so muthigenKönig auszustoßen, als der von allen des königli-chen Thrones würdig erkannt wurde.
Sehen Sie, mein theurer Prinz Ein gro-ßer Fürst und Beherrscher des Landes muß auf einesolche Art seinen guten Namen befestigen: doch nichtallezeit durch Heldenthaten, die da zur Unzeit an-gefangen, öfters beydes den Regenten und dasVolk ins Verderben stürzen, sondern durch einefriedfertigere Ausübung der Tugenden, welche dieErgebenheit, das Vertrauen und die Ehrfurcht derUnterthanen zuwege bringen. Durch Harte undeine gestählte Macht, wird zwar ein König furcht-bar, und seine Befehle werden mit Zittern ausge-richtet. Allein, nie wird ein König dadurch beliebt,geehrt und berühmt.
Eure