4OQ Eirres altern Mannes Briefe
Eure Königliche Hoheit gründen ihre künf-tige Gewalt auf wichtige und wohl ausgeführteGeschäffte, und bahnen sich den Weg zum Thro-ne durch solche Verrichtungen, die edlen Seelen,und den zur Hoheit gebohrenen Herren die besteZierde sind. Alsdann werden die Herzen allerSchweden zu einem freywilligen Gehorsame, undzu einem fröhlichen Freudengeschreye bereitet»
Die Könige verlangen ja wirkliche Dienste undgroße Thaten von dencnjenigen unter ihren Un-terthanen , die nach Würde und Glücke trachten.Wie kann alsdann wohl ein König, den die Vor-sehung und das Schicksal zum Throne erhoben, oh-ne Scham seyn, wem: er keine Verdienste und gro-ße Thaten auszuweisen hat? Keineswegs, gnä-diger Herr, Wer die Krone trägt, wer -es auchseyn mag, muß auch ihre Last tragen und den ho-hen Beruf erfüllen, welcher durch die Krone unddie Insignien des Reiches vorgebildet wird. Un-ermüdet im Rathe, thätig in der Ausführung derRathsfchlüsse, milde, gnädig, ein gerechter Gesetz-geber und genauer Handhaber derselben, muthigund tapfer wider die Reichsfeinde, freundlich undfromm gegen seine Unterthanen. Dieses sind dieHandlungen, welche unter einem geruhigen und
stillem