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Briefe an einen jungen Prinzen von einem alten Manne : in zweenen Bänden / aus dem Schwedischen übersetzet von J.D. Reichenbach.
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416 Eines altern Mannes Briefe

Der XI.IH Brief.

Gnädiger Herr!

K

^^eine Thronen sind so fest gegründet, und keineHerrlichkeiten so dauerhaft, daß der allwei-se Herr des Himmels und der Erden sie nicht zu-weilen einer Gefahr unterworfen, die deren Besi-tzer erinnert, daß sie ihnen bloß auf eine Zeit anver-trauet sind.

Ein großer, ein glücklicher, ein friedfertiger, einprächtiger, und was noch mehr ist, ein tugendhafterKönig, der mit seiner königlichen Familie umgebenist, dem von getreuen und geliebten Bedienten auf-gewartet , und der von einem unter feinem Zepterglücklichen Volke verehret wird, hat den einen Tagalles, was sein Herz nur wünschet, befürchtet kernUnglück, sieht nichts böses voraus; geht sicher zurRuhe, schauet die Morgenröthe des andern Tages,und da er am wenigsten ein Verderben befürchtet,so entreist ihm der Tod in Geschwindigkeit seine Un-terthanen; die Erde verschlingt seine Wohnungenund was die gespaltenen Ritzen der Erde verschonethaben, das wird vom Feuer verzehret: der Kömg,

der

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