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Briefe an einen jungen Prinzen von einem alten Manne : in zweenen Bänden / aus dem Schwedischen übersetzet von J.D. Reichenbach.
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an einen gesetztem Prinzen. 417

der den Augenblick vorher auf dem Throne, seinerVoraltern saß, und seine Augen an der Aemsigkeit sei-ner fröhlichen und fleißigen Unterthanen weidete, sitztden Augenblick darnach, mit blutendem und beklemm-ten Herzen an der Oeffnung der weiten Gruft, wel-che viele tausend todte Körper in sich fasset; er irreteinsam und verlassen unter denen Steinhaufen; er-bärmliche Ueberbleibsel von der vorigen Bequemlich-keit und Pracht der Einwohner!

Dieses, gnädiger Herr, ist die Abbildung eineszärtlichen Königes: dieses ist das betrübte Schicksaldes Königes von Portugall. Sind denn die Köni-ge ohne Gefahr? Können die Könige sich auf ihreGewalt verlassen ? Steht es ihnen an, in Sicherheit zuleben? Müssen sie nicht eine allmächtige Vorsehungerkennen, weiche die Elemente zu ihrem Dienste aus-gerüstet , unter den Gesetzen der Weisheit und derWirksamkeit, die sie ihnen vorgeschrieben? Die stol-zen Beherrscher der Welt müssen erzittern, wenn sie se-hen, daß ein liebenswürdiger König einen so bitternKelch empfahcn muß; denn es ist gewiß eine wun-derbare , unbegreifliche und verborgene SchickungGottes, daß der Sitz der alten Tyrannen stehen ge-blieben, und daß die Burg und Besten eines mildenRegenten eingefallen. Es erhebe sich niemand, undkeiner sehe seine Frömmigkeit, als eine verdiente Be-deckung wider den ausgestreckten Arm des HerrnII Th. D d an.