Band 
Erster Theil.
Seite
XLIV
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xr^iv Lebens Beschreibung.

eine Wange durch einen von Lochau nach lhm geworssenen Tellerblutrünstig sah, kam es zum Handgemenge und zur Fortsetzung desScharmützels mit Tellern und Kannen, bis diegantzeGescllschafftsich dazwischen legte, und verhinderte, daß für diesesmahl alle weitereThätlichkeiten unterbleiben musten.

Ob nun wohl Bennigsen und Lange vorher mit unsern beydenFremden als Tischbursche und gute Freunde gantz vertraulich gelebthatten; so gab doch dieser Vorfall nicht nur zu ziemlicher Kaltsinnig-ksit unter ihnen, sondern auch zu neuen Zanck-Handcln Anlaß; ungc-acht Bester, solche zu vermeiden, von dem vorigen Tische mit seinemUntergebenen freywillig weg, und zu dem Rathsherrn Rudern, gezo-gen war.

Dann kurtze Zeit hernach hatten Bennigsen und sein Hofmeister,die auch in diesem Hause wohnten, Gaste bey sich auf ihrem Zimmer.Da dann der erste, als er ziemlich berauscht, nach derselben Herabbe-gleitung die Treppe wieder herauf kam, den von Maydel, zufälligerWeise, auf dem Vorsaale vor seiner Wohnstube, nach Essens, auf-Ustd abgehen fand.

So fort stellte Bennigsen denselben trotzig zur Rede, was er damachte? und als Maydel antwortete: ich gehe, wie der Augenscheingiebt, spatzieren, schlug jener, unerwarteter Dinge, Maydeln insGesicht, worüber beyde Hofmeister, die das Geräusche vernahmen,aus ihren Zimmern herzueilten; alle vier aber in eine solche Schläge-rey sich zusammen verwickelten, daß sie nicht anders, als mit grosserMühe, von den übrigen Herzulauffendcn aus einander gebracht wer-ben konten.

Bennigsen und Lange begaben sich bald hernach, wie sie schonvorher willens waren, unter die Besatzung in der Festung zu Leipzig,jener als Fendrich, dieser als Führer. Und ungeacht nach der Handalle ersinnliche Mühe vorgekehret ward, die Sache in der Güte zu ver-gleichen, und sonderlich der Hofmeister Besser sein möglichstes an-wandte , den Zwist ohne weiteres Balgen beyzulegen, und seinenMaydel dadurch keiner Gefahr Preis zu geben, so wollte doch diesernichts davon hören. Lochau hatte ihn gleich auf den ersten vorgefal-lenen

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