Band 
Erster Theil.
Seite
XLIII
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durch nicht genug aufbringen konte, weil ihm dieser ohne Bewegungzur Antwort gab,daß es iht Zeit zu essen und nicht zu plaudern wäre,so ward jener immer dadurch dreister und ungestümer, und fieng an,von dem Hofmeister aufs neue verkleincrlich zu sprechen, mit dem Zu-sätze : Er möchte gerne wissen, ob derselbe auch ein solcher Held imfreyen Felde wäre, als auf dem Fecht-Boden. Der junge Maydelversetzte, daß man nicht ihm, sondern dem Hofmeister selbst dergleichenvorsagen mäste, bath anbey, mit dergleichen Zunäthigungen von nunan innezuhalten.

Als unter dergleichen Wort-Wechsel endlich die Mahlzeit zu En-de gicng, Besser an der einen, Lochau aber an der andern Seite desTisches stand, und Maydels eingezogene Weise im Antworten, füreineZagheit bey sich auslegte, ward er darüber nur immer aufgebla-sener, und fuhr weiter fort, auf den Hofmeister gegen den Untergebe-nen zu schimpfen. Dieser ward dadurch bewogen, ihm mit meh-rerm Eifer einzuhalten: Er sollte ihn mit dergleichen Reden verscho-nen, Besser wäre so gut als einer unter der Gescllschafft: Alle köntennicht Soldaten seyn, und es gäbe auch, ausser diesem Stande, recht-schaffene Lcuths; kurtz, wer seinen Hofmeister schimpfe, der beleidi-ge Maydcln selbst. Lochau versetzte hierauf mit sehr unziemlichenHandgeberdcn: Ich muß mich mit einem von euch beyden rauffen,es komme nun, wie es wolle; und weil du dich, fuhr er fort, deines Hof-meisters so ritterlich annimmst, so will ich es auch nun mit dir zu thunhaben.

Wohlfsagte hierauf der endlich zur Ungedult gereihte Maydel:Wann du dann nicht stille bleiben kaust, und ohne Ursache so viel Lustzum Handel mit mir hast, so muß ich dir erst Gelegenheit dazu geben.Zu gleicher Zeit schlug er ihm eine vor ihnen stehende zinnerne Tisch-Kanne dermaßen auf den Kopf, daß alle andre anwesende Gäste ausden an Lochaus Stirne aufgetauffenen Beulen wohl urtheilen kon-ten, die bisher bezeigte sittsame Kaltsinnigkcit des jungen Curländerssey seiner Überlegung, nicht aber einiger Blödigkeit zuzuschreiben ge-wesen.

Als nun Besser auch gleich zusprang und seines Untergebenen

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