Lebens-Beschreibung.
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Ich erstarre noch, fährt er anderswo fort: Wann ich im Geiste"meinen Maydel auf der Erden gestreckt, sein zartes Hertz geöfnet, sei-"ne weisse Brust mit Blut bespritzet, sein munteres Haupt in die Ach-"seln gezogen, seine krauslichten Haare verworren, seine schlancke Ar-"me mich an sich drücken, seinen lieblichen Mund mir gute Nacht ge-"ben, kurtz: in einem Augenblick lebendig und todt sehe. Auch die"allerunbeweglichsten und die vorhin kein Auge naß gemacht, haben"hier weinen gelernt, und einer von unsern Gegnern selbst, rante mit"Thränen vom Kampf-Platze. Ein iedweder, der an diesem Ort an-"langte, stand wie beydem erstochenen Asahel wehklagend stille, und"die erläuchtestcn Häupter bezeigten in ihren abgelassenen Brieffen"ihr hohes Mitleiden. *
Unter dem Geleite vieler von Adel zu Pferde ward der balsamirteLeichnam den achtzehenden Mertz nach Leipzig zurück gebracht, unddarauf in der Pauliner-Kirche daselbst so lange niedergesetzt, bis diemancherley Anstalt zu der bestimmten Abführung nach Dessau vor-gekehret werden können. Als solche vor sich gieng, geschah es untereiner volkreichen Leichen-Begleitung, so wohl der gantzen hohenSchule, als der Vornehmsten des dasigen Raths. Endlich fand erseine Grabstätte in demjenigen Tempel, wohin er, seiner Andacht zupflegen, so manchmahl abgereiset war. Seine Todten-Grufft ver-lieh ihm der uralte Fürsten - Sitz eines Durchlauchtigsten Hauses,woselbst er lebend soviel hohe Gnade und auch noch im Tode dieseerhalten, daß seinem erblaßten Haupte von der Durchs. Fürstin selbstmit eigner hoher Hand eine güldne Crone aufgesetzt, wie seine Leichedurch ihre hochansehnliche Abgesandten besonders beehret und zu sei-ner Ruhe begleitet worden.
Fand aber dieser nunmehr seine Ruhe, so begunte hingegen dieUnruhe des Hofmeisters erst recht anzufangen. Er hatte,auf die trau-
ex nobüttNmr sc primaris in noiirs^urlsnälL Oucacu protapir. prozeniri,UeUberLre Lc intiäiole cnmiinitum,die ernstliche Bestraffung der Meuchel-Mörder gesucht ward.
* König Johannes in Pohlen ließdieserbalben an Churf. Jvh. Georg denZweiten ein eigenes Schreiben ergehen,worinnen mit diesen Worten: Ob Ko-
miciämyi in perlona generoN olim,Iscobi kriäori« Ua/äÄ liäeliz noüri,
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