Band 
Erster Theil.
Seite
LXXI
JPEG-Download
 

L.XXI

1H:

3 °iz

atz«;

Gtz!

ch«

>ls§«

MH

'ei-dr»

^reils

««L

M

>a;«i»! AriiliürL!,ljckLoM

lirdrri

iM»

>>j!mr

Lebens-Beschreibung.

sonders angenehmen KaufmannS-Frau zu Londen, manchmahl in ih-rem öffentlichen Handels-Gewölbe eine oder mehr Stunden zuzu-bringen. Ein gewisser Engelländer, welcher gleichen Zutritt hatte,einem Fremden aber solchen mißgönnete, erzeigte sich eines Tags ge-gen gedachter Frau und BWrnss unbescheiden, daß als dieser ihmseine unanständige Aufführung sonderlich gegen das Frauen-Zimmerverwies; jener so gleich die Fuchtel zog, um, wie er sagte, dem Teut-schenFüsse zu machen und ihn aus dem Gewölbe hinaus zu jagen, inwelcher Absicht er auch hitzig auf Bessern losgieng. Dieser aber,ohne von Leder zu ziehen, riß jenem nicht nur den Degen aus der Faust,sondern ergriff auch den Großsprecher mit solchem Nachdruck, daß erihn, so zu sagen, wie einen kleinen Knaben, auf den Händen durch dasgantzc Gewölbe, etliche Stuffen hinab, bis mitten auf die Gasse trug,wo er ihn gantz säuberlich niedersetzte; jener aber, nachdem er von al-len Anwesenden weidlich ausgchönt worden, keine Lust mehr bey sichfühlte, wieder umzukehren.

Endlich nahm er den 24. August seinen Abzug aus Londcn, undreisete über Calais nach Paris, woselbst er mit dem Anfange desHerbstmonats eintraf. Nach einer dreymonatlichen Verwcilungdaselbst, in welcher Zeit er sich, unter andern, so wohl in der Sprachebey dem Herrn Richelet, als auf der Laute bey dem berühmten Gal-ten wiederum geübt hatte, kam er endlich in der Hclffte des Christ-Monats, über Leipzig, glücklich zurück nach Hause.

Nngeacht nun bey seiner Ankunfft in Potsdam der Churfürst ihnso gleich vor sich ließ und ihn gantz gnädig empfieng, so blieb doch derHerr von Fuchs noch immer kaltsinnig. Daher fieng Besser an, sichan seinen andern Gönner den Herrn von Danckelmann desto fester zuhalten. Dieser hatte ihn nicht nur schon zuvor in die Gunst des Chur-printzen gebracht, sondern wüste ihn auch dermaßen darinne zu erhal-ten, daß als in dem folgenden Früh-Jahre 1637. Seine Churprintzl.Durchl. nach Cassel über Leipzig reiferen, Besser, welcher sich eben aufdasiger Oster-Messe befand, den Vorzug erhielt, des Abends an desChur-Prinhen Tafel zu speisen, und des folgenden Tages mit SeinerChur-Printzl.Durchl.in Dero Leib-Kutsche spatziren zufahren.

e 4 Nach-