Band 
Erster Theil.
Seite
LXXII
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L.xxn Lebens-Beschreibung.

Nachdem auch kurtz hernach des Churfürsten älteste PrmceßmAmalia mit dem Mecklenburg-Güstrowischen Erb-Prinhen Carlvermahlet ward, und Besser sein darüber in Druck gegebenes Bey-lagcr-Gedichteauch an denBrandenburgischcn Chur-PrinhennachCassel sandte, welcher sich annoch mit seiner Hofstadt in dem Besuchebey seinem Herrn Schwager dein Landgrafen daselbst verwettete,ward solches so wohl aufgenommen, daß Jhro Chur-Prinhl. Durchl.ein eigenes Danck-Schreiben dieser wegen an den Verfasser gnädigstabgehen liessen, * und ihm darinne zu der erlangten Ehren-Stelleeines würcklichen Magdeburgischen Regierungs-Raths zu gleicherZeit glückwünschten. Es war Bessern zu Anfang dieses Jahrs einTöchtergen gebohren, und von ihm die Gemahlin des Herrn vonFuchs zur Gevatterin ernennt; auch, als dieser, einige Monate her-nach, seine eigene Fräulein Tochter an den von Schmettau verheyra-thete, ein Glückwunsch-Gedicht von unserm Verfasser in öffentlichemDrucke herausgegeben worden. Dieses, nebst noch andern Dingen,begütigte den Herrn von Fuchs endlich dermaffenwieder, daß er nichtnur Bessern und seine Frau auf obgemeldtes Beylager schriffklicheinlud, sondern sich auch von neuem seiner Beförderung annahm, unddieser eine Bestallung als Regierungs-Rath in demHerhogthumMagdeburg erhielt, auch zu Halle von dem Herrn Canhlar von Je-ner *** in dasige Regierung als ein würckliches Mitglied, zu Endedes Herbst-Monats auf Churfürstlichen Befehl, eingeführet ward.

Indem er sich nun bey seiner Zurückkunfft in Berlin beschädigte,

* Es lautet von Wortzu Wort also:Von Gottes Gnaden, Friedrich Marg-jgraffund Chur-Printz zu Brandenburg,in Preussen, zu Magdeburg,Iülich, Ele-ve, Berge, Stetin, Pommern rc. Hcr-Hog: Unsern gnädigen Gruß zuvor:Hochgelehrter, lieber besonder und ge-treuer, Wir haben euer Schreiben vomI z. dieses nebst dem zugleich mitgeschick-ten Exemplar des von euch aufgesetztenGedichtes wohl erhalten, welches, wiees uns angenehm gewesen, also habenwir euch deßsals auch hiemit gnädigenDanck sagen wollen, erfreuen uns da-

neben über euere erlangte neue Bedie-nung, und wünschen, daß ihr dabey euerAuskommen und gutes Vergnügen fin-den möget; werden euch im übrigenunsre Huld allezeit vorbehalten,und beyGelegenheit, deren würcklichen Genußempfinden lassen. Aliermassen wir euchdamit wohl zugethan verbleiben. Ge-geben zu Marpurgden 21. Aug. 1687.

Friedrich.

** Es ist dieser neuen Ausgabe imn. TheilBl.68z mit einverleibt wor-den.

*** An diesen gab ihm nunmehr der

seine