Band 
Erster Theil.
Seite
XCIX
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Lebens-Beschreibung.

von seines Eydams Anforderungen los machen, und denselben, durch^ baarc Bezahlung, ie eher ie lieber befriedigen könte. Zu dem Ende

hoch er einem gewissen geschickten und reichen von Adel, den ich zu ihm^ ^ geführt hatte, vor viertausend Thaler der raresten Bücher an, die ersich selber aussuchen sollte; schrieb auch zu gleicher Zeit noch überdißnach Holland, um Anstalt zu treffen, damit er in Eil, durch einen öf-^ fentlichen Ausruf, seine vornehmsten Bücher daselbst zu Gelde ma-chen möchte.

en Ä Allein, da er merckte, daß jener, als ein grosser Kenner, die allerra-

besten und besten, sonderlich Ceremoniel-Stücke auslesen, und er her-nach nur mittelmäßige Bücher übrig behalten, folglich die Biblio-check, durch solche Zertrennung, mit allzugrossem Schaden, verstümelnich« würde; sich selbst aber die Schriffken und Nachrichten zu seiner Amts.-'Ädl! Bedienung, dadurch aus Handen gehen lassen mäste, so kam auch die-E sis zu keinem Schlüsse. Die Antworten aus Holland vergnügtenihn noch weniger, weil der Verkauf, so eilig, als er es wünschte, nichtW vor sich gehen konte: der grossen Unkosten wegen Absendung so vieler

^ - Bücher nach dem Haag, und des kostbaren Abzugs, auch des Un-

küiM: rerschleiffs, so dabey zu befürchten war, zu geschweigen. Nachdem

ich ihn nun in einer so unaufhörlichen Unruhe dieserhalben sahe, daß erM weder schlaffen noch arbeiten konte, that ich ihm den Vorschlag, sei-mBibliotheck, durch des Ober-Cammer-Herrn Grafen von Feie-rlich sens Excellenh, Se.Majest. unserm Könige zum Verkauff anzutragensechi und erboth mich so fort, Sr. Excell. selber dieserhalben den Antrag zu»K thun. Aber nicht nur ein Vornehmer, der eben zugegen war, sondernHL auch noch andre, denen er hievon sagte, hielten die Sache, damahliger

«st Umstände halber, für unmöglich. Ungeacht aller dieser Einwendun-

M gen, die den Besitzer selber schon zweiffelhafft machten, unternahm ichdennoch das Werck mit so vielem Eifer und mit so glücklichem Fort-ijck gange, daß alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumet wurden.

Mit des Ober-Cammer-Herrn Genehmhaltung schrieb so dann derW Verkäuffer eine eigenhändige Vorstellung an Zhro Königl. Majestät,M daß er, wegen gewisser Bedrängnisse, sich genöthiget sehe, seine Bü-eher zu verkauften; solche aber, aus Danckbarkeit, weil JhroMajest.r S 2 ihn