Band 
Erster Theil.
Seite
CXVIII
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cxvm Lebens-Beschreibung.

land, woselbst er im tausend sieben hundert und fünfften Jahre mitTod abgieng. Drey andre kamen in Krieg um ihr Leben. Eber-hard ward in Dänischen bey Gelegenheit einer Schlacht, und Chri-stian Dietrich als würcklicher Hauptmann in FrantzösischenKriegs-Diensten gleichfalls in einer Feld-Schlacht bey Judoigne im Jahrei7o6.erschossen. Diesen folgte bald hernach die Mutter im Tode nach,wie vorher die älteste Tochter, welche mit einem Curländischen Edel-mann von Adeling, wie die andere, Catharina, an einen Prediger zuCabillen in Curland, Nahmens Richtering, verheyrachet lange ZeitWittwe gewesen, und erst nach ihren vorhergenannten Geschwisternverstorben ist. Der jüngste Bruder Niclas beschloß sein Leben zuEnde des r/aasten Jahres, an der Lungensucht, als SchwedischerHauptmann, zu Stockholm, da er eben im Begriffe war, sich zumandern mahle, undzwar auf eine vortheilhaffte Weise zu verheyra-then, wie seine hinterlassene Braut selbst solches unserm Herrn vonBesser hieher berichtet hat. Also war unser Verfasser, obgleichder erste von Geburt, unter allen seinen Geschwistern doch der letzteim Grabe; und zwar, wie er sich fcstiglich beredete, aus einem be-sonders über ihm ruhenden Segen seines seligen Vaters, der gegenihn, als den erstgebohrnen, und von dem er die gröste Hoffnung heg-te, jedesmahl eine ausnehmende Zuneigung bezeigt hatte. Daherpflegte er auch jederzeit von seinem längstverstorbenen Vater mitder ehrerbietigsten Zärtlichkeit zu sprechen, wie aus folgenden Wor-ten erhellet, die er ehmahls aufgeschrieben, als er willens war, sei-nen eigenen Lebens-Lauff selber zu verfertigen: „Ich bin, sehte er:„woferne nicht von ganh vornehmen, doch von ehrlichen und froln-„men Eltern gebohren. Mein Groß-Vater war aus dem Schwä-„bischen Stamme der noch unter den Geschlechtern in Ulm befind-lichen BessML, aber durch den Krieg, wie viel in die Fremde ver-trieben, und endlich nach Preussen, von dar nach Curland ge-kommen. Mein Vater war ein Prediger, dabey ein so geschick-ter und grundredlicher Mann, wie gegen mich ein so wohlgesinn-ter und liebreicher Vater, daß, wann er auch noch weniger gewe-sen wäre, ich doch mit Wahrheit sagen kan, daß ich ihn mit kei-nem