Band 
Erster Theil.
Seite
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Lebens-Beschreibung.

nem der grösten in der Welt, wie dortHorah ein gleiches von sei-"nem Vater schreibt, * verrauschet hätte." Würcklich konte er es ihmnicht genug verdancken, daß er die Gelegenheit ergriffen, ihn vonKindheit auf, milder benachbarten Adelichen Jugend, in allen wohl-gesitteten Leibes-Ubungen unterrichten zu lassen, durchweiche schöneErziehung seine gute Gestalt bey anständiger Gcberdung weit bes-ser hervor leuchtete, und er nicht weniger dadurch sein Glücke fand,als durch alles Wissen, welches in Ermanglung einer edlen Lebens-Art offt mehr veränderlich als zuträglich ist. Man kan zwar nichtin Abrede seyn, daß seiner Kühlcwcinin grosses Vermögen ihm an-fangs in Berlin dazu gedient, damit er in keiner armseligen Gestaltbey Hofe aufziehen dürsten, sondern sich vielmehr in einer ansehnli-chen Ausrüstung hervor thun können. Aber es ist auch unstreitig,daß seine eigene Geschicklichkeit, und sonderlich seine wohlgestaltePerson ihm nicht geringere Dienste zu seinem Fortkommen geleistethat. Das einhige Beyspiel des berühmten Baumeisters Dino-cratcs kan uns zu einem sattsamen Beweise dienen, wieviel eine an-sehnliche Leibcs-Gcstalt, woraus etwas erhabenes und nichts nie-derträchtiges heraus blickt, zu einer nachdrücklichen Empfehlung bey-zutragen vermöge. Dieser Künstler, wie Vitruv sehr umständlicherzehlet, war lange Zeit an des grossen Alexanders Hofe mit vergebli-cher Hoffnung aufgehalten worden, bis er endlich die Gelegenheit ab-passete, und bey einer öffentlichen Verhör, als Herkules gekleidet, vordem Thron des Königs erschien, auch auf einmahl durch seine guteGestalt einen solchen Eindruck von seiner Kunstgeschicklichkeit beydiesem Helden erweckte, daß er ihn nicht nur gleich in seine Besol-dung und Dienste nahm, sondern ihm auch nachmahls die Erbau-ung der nach seinem Nahmen benannten Stadt Alexandria anver-traute. Uberdieses brachte unserm Verfasser seine besondre Gabe

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