Band 
Erster Theil.
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Staats-und Lob-Schafften.

Den grossen Wunderlauffdes Hauses anzufangen,

Und mit den Tugenden der ersten zehn zu prangen.

Es sollen, wie man schon der Kindheit prophezeit:

Des ersten Friedrichs Treu, des andern Billigkeit,

Albertens Helden-Muth, Iohannsens Kunst zu sprechen,

Des ersten Jochims Ernst, der Bösen Trutz zu schwachen.

Des andern grosser Geist, Johann Georgs Verstand,

Des JochilN Friedrichs Hertz von Gottesfurcht bekandt,

Die Güte Sigismunds, George Wilhelms Gaben,

Kurtz: Aller Tugenden in ihm die Wohnung haben.

Er war schon von Geburt, und seiner Ankunsst groß,

Viel Hoheit gab die Pfaltz zwar seiner Mutter Schooß;

Wo aber ist ein Haus als Brandenburg zu finden?

Des Ursprung, weil er uns zu alt ist zu ergründen,

Wir als ein Heiligthum in Demuth übergehn,

Doch so viel von dem Licht der nähern Jahre sehn,

Daß alle Cronen fast und Kayser unsrer ZeitenSich von demselben her durch Blutsverwandschafft leiten,

Und welches nun auf uns, mit stets vermehrter Pracht,

Sich schon drey Alter durch von Sohn zu Sohn gebracht.

So daß, weil überhoch die Marckschen Adler nisten,

Der Held sich bey dem Glanh der Ahnen käme brüsten,

Wenn er nicht, wie August, für eine ftemde FruchtDen blossen Stamm geschätzt, und nebenst ihm gesucht,

Viel grösser durch sich selbst als von Geburt zu werden.

Der Sinn erhub ihn auch vor andem auf der Erden.

Es trat der junge Printz noch kaum die Herrschafft an,

Als seine Fähigkeit uns deutlich kund gethan,

Wie das Verhängnis, nur die Zeit nicht zu verlieren,

Und den so grossen Schluß vollkommen auszuführen,

So zarte Schultern schon mit dieser Last belegt;

Daß, wie ein Eichcnbaum, den Nord und Wetter schlägt,

Nur immer fester wird bey steter Winde Krachen,

Der Himmel ihn recht groß und wunderbar zu machen,

In