Band 
Erster Theil.
Seite
62
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62 Staats-und Lob-Schriffken.

Allein, er überließ es Dir und deinen Brudern,

Zum Zeugniß, daß er ihn nur bloß in euch gesucht.

Das muß ein Vater seyn, sprach man in fremden Landen!

Als sie der Bruder vier zu gleicher Zeit erblickt,

Nicht wissend, daß daheim noch drey von euch vorhanden,

Die er mit gleichem Glanh den Vieren nachgeschickt.

Er zog euch ingesamt, nach Art der güldnen Zeiten,

In allem, was im Staat und an den Höfen nützt.

Und weil Du sonderlich schienst Dich hervorzubreiten,

Ward er zu deiner Pfleg auch sonderlich erhitzt.

Dein aufgeweckter Geist, der Ernst in den Geberden,

Die männliche Gestalt, der Augen freyer Schein,

Versprach ihm ingchcim, Du würdest Joseph werden,

Und, als der mittelste, der Brüder Hertze seyn.

Dein Thun im sechsten Jahr war in den Büchern stören,

Im zwölfftcn zeigtest Du, was Du daraus erlernt, *

Daß viele, Dich zu sehn, und dieses Kind zu hören,

Sich gern, Dir nachzuziehn, von Haus und Hof entfernt.

Der Sprachen Fertigkeit, der Wohlstand guter Sitten,

Der wahren Weisheit Kern, der Welt-Geschichte Grund,

Das Absehn Spaniens, Roms, Frankreichs und der BrittenWar Dir im zwanhigsten mehr, als viel Alten, kund.

Du schest und durchzogst die witzigsten Provintzcn,

Und so, daß dein Verstand das beste mit sich nahm.

Mit diesem Zubehör kamst Du zu deinem Printzen,

Bevor er aus der Hand des Frauenzimmers kam.

Der theure Friederich, den wir von GOtt erbeten,

Nach Friedrich Wilhelms Art uns künftig vorzustehn,

Solt auf den Helden-Thron des großen Vaters treten,

Doch mit des Vaters Kraft und Tugenden versehn.

* Dlßivar eine vilpurarion.die er zu Utrecht mit einer so allgemeinen Ver-wunderung der Fr. mden und Einheimischen gehalten, daß die gelehrtestenLeute ihn zum Lobe seiner frühzeitigen ^eschickliakeirmit schristlichknZeug-nissen beehret, Und die Dilpurarlon, proprer rsriraremexemplr, wie dar-aus stehet,Mit allen diesen Zeugnissen, aufs neue wieder ausgeleget worden.

Man

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