Band 
Erster Theil.
Seite
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Staats - und Lob - Schafften.

Man suchte Lehrer aus, wo sie nur aufzubringen,

Den Erben Brandenburgs recht würdig zu erziehn:

Und GOtt, der ihn geliebt, ließ diese Wahl gelingen,

Man untergab ihn Dir, und beyde dem Schwerin.

Der grosse Präsident/ deß Aschen wir noch ehren,

Nahm mit des gantzcn Staats auch Friedrichs Aufsicht an:

Du aber soltcst ihn die edlen Künste lehren,

Wie sich ein Fürst berühmt und glücklich machen kan.

O wie gar wenig sind geschickt zu solchen: Wercke,

Von welchem doch das Wohl und Weh der Länder rührt!

Es fluchet noch Madrit dem argen Albuqverqve,

Des Trägheit seinen Prinh zur Grausamkeit verführt.

Du zogst den Deinigen nicht nur zu Wissenschaften,

Durch die man das Gemüth zum Guten leichter neigt,

Es musten auch in ihm die Sitten-Lehren haften,

Wodurch er sich als Herr auch über sich erzeigt.

Es weiß gantz Brandenburg, und ist Dir auch verbunden,

Daß Friedrich weise, fromm, gerecht und gütig ist.

Du hast in ihm vermehrt, was Du in ihm gefunden:

So daß Du unsers Glücks Vermchrcr worden bist.

Denn Fürsten gleichen zwar den reichen Edelsteinen,

Die ihren Glanh und Werth mit auf die Welt gebracht;

Doch scheinet nicht der Glanh, und kan nicht eher scheinen,

Als bis des Künstlers Hand ihn sichtbar hat gemacht.

Hingegen gab dein Amt, den Printzen anzuleiten,

Dir die Gelegenheit gar zeitig an die HandDich zu demjenigen allmählich zu bereiten,

Zu welchem Dich dein Fürst iht würdiglich ernannt.

Der Hof, den Du vorhin so lang ergrüblen lernen,

Macht itzund deine Tritt und Schritte recht gewiß.

Die meisten sehen ihn nicht anders als von fernen,

Und tappen auch daher in steter Finsterniß.

Der Argus in dem Staat, dem man Dich untergeben,SchwMN/ wieß Dir zuvor, was man Dir itzt vertraut.

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