Band 
Erster Theil.
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Staats - und Lob--Schafften.

Zhr müsset allerseits, ob Du gleich öfters, rathen.

Doch wie Du eigentlich geschickt zu rathen seyst:

Sieht man am füglichsten aus deines Fürsten Thaten,

Die Teutschland danckbarlich vor allen andern preist.

Dein Fürst kam zu der Chur bey gar erwünschten Tagen,

Des Friedens Sonnenschein ward um und um gespürt;

Doch eh man sichs versah, fieng es an einzuschlagen,

Bevor der Himmel noch die Wolcken aufgeführt.

Der falsche Ludewig, das stoltze Kind der Sonnen,

Fiel, als ein Phaethon, uns Teutschen in das Land;

So, daß die Feuers-Brunst, die sich bey uns entsponnen,

Sich auf den grösten Theil Europens ausgespannt.

Bey der gemeinen Noth und diesen Ungeheuren,

Was that dein kluger Fürst, der zur Regierung kam?

Er eilcte so fort der Feuers-Brunst zu sieuren,

Und liess dem Brande zu, wo der den Zuwachs nahm.

Erst halff er Engelland von seinem Affer-Herren,lind schickte Wilhelm Volck, um Jacobs feiger Brüt,

Nachdem man sie verjagt, den Rückweg zu versperren,

Worauf wohl dazumal das gröste Heil beruht.

Hernach versammlet er die Fürsten zu dem Kriege,

Schloß Bündniß hier und da, nahm Hollands Vorschlag an;

Zog darauf in das Feld, und that zwey solche Züge,

Die man mit allem Recht für glücklich halten kan.

Im ersten drung er Bonn, die Waffen abzulegen,

Nahm Rheinverg, Kayserswerth/ durch das vereinte Heer.Im andern zog er gar dem Luxemburg entgegen,

Und hemmte wie ein Thamm ein ausgerißnes Meer.

Es hatte Waldeck gleich die Schlacht damals verlohren,

Und Luxemburg stund da, dem Siege nachzugehn;

Allein, wie offt er uns den Untergang geschworen,

Zwang ihn doch Friedrichs Zug, im Lager still zu stehn.Nachgehends ließ er zwar den Stab in Wilhelms Händen;Doch muste Brandenburg darum nicht müßig seyn.

E r Seich