Band 
Erster Theil.
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Staats - und Lob«Schafften.

Allwo Du, wie er rühmt, sein Leben zwar erhalten; *

Doch was ward täglich Dir für neue Furcht erweckt!

Wie sehr befliß man sich, ihn auf Dich zu verhetzen ?

Mit was Bedrohungen dacht man Dich abzuziehn?

Du aber, weit gefehlt, Dich davor zu entsetzen,

Versatztest noch dazu dein -Haab und Gut für ihn.

Jetzt da die trübe Zeit mit ihrem bösen PfadeNun glücklich übcrstrebt, und Du darüber siegst,

Bleibt Friedrich/ wie zuvor, mit seiner steten GnadeDas Absehn deiner Treu, an der Du Dich vergnügst»

Er unterläst zwar nicht sie reichlich zu verdancken,

Als eine solche Treu, die er sonst nirgend fand;

Doch steckst Du, was er giebt, in keine Wechselbancken;

Das meiste wird ihm selbst zu Ehren angewandt.

Wer weiß den Umgang nicht mit den verwircktcn Lehnen,

Die, wie sie Dir dein Fürst, Du wieder weggeschenckt?

Dein Beyspiel will umsonst uns mit darzu gewöhnen;

Wir haben einen Sinn, der mehr auf nehmen denckt.

Wir wissen in dem Fall uns besser vorzustehen.

Und meynst Du, daß man Dir es heimlich nicht verweist?

Viel treiben Kauffmanschaft auch mit der Töchter Ehen;

Da kaum dein Eigensinn des Billigen geneust.

Indessen bringst Du doch die Zeit, die sich verlohren,

Die güldne Zeit zurück, da Tugend wieder gilt:

Da man uns nicht nach Gunst, nachdem wir hochgebohren;Besondern nach dem Werth, mit Ehr und Gütern füllt.

* Se-Churfürstl. Durch!, ward Anno 87, noch als Chur-Printz, von einemschwerenStech Flusse befallen; bey welchem der Othem schon gantz aus-blieb, und der Herr von Danckclmaim, wider aller gegenwärtiger Leib-Aertzte Meynung, es allein gewaget, und Sr.Churfürstt. Durchl-die Aderöffnen lassen; so denn, Gott Lob,so wohl gegluckst, daß Se. Churfl.Durchl.nicht allein alsobald wieder zu sich selbst gekommen, sondern auch noch dieseStunde glauben, daß,nechst GOcr,durch diese wohlgenommene Enkschlies-sung des Herrn von Aanckelmgyns, ihr damahlen das Leben gerettet underhalten worden.

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