,04 Staats-und Lob-Schafften. ^
GOtt der HErr eines Theils den allzuhessigen Schmerhcn über denTod dieses unvergleichlichen Heldens, durch Vorstellung Eurer Ma-jestät, als seines Erben, noch einiger mästen lindern; andern Theilsaber durch die eröffnete Erbschaffcoffenbarlich bezeugen wollen: daßer bey dem Zuwachs der Ehre, den er Euer Majest. verliehen, zugleichfür den Zuwachs ihrer Lander gesorget, und darmcnher solche, nach an-genommener Crone, so fort mit einem souveramen Fürstenthum undunterschiedenen Provintzien vermehret habe. Aber da diese neuer-worbene Provinhien bisher unter der Herrschafft eines Königes ge-standen, und nunmehr indie Hände eines andern Herrn gerathen sol-len: Wie höchlich sind sie nicht Euer Majestät verbunden, daß sie anDerosclben wiederum einen König angetroffen ; und also bey ihmVeränderung, ohne was zu verlieren oder ihren Stand zu verringern,nicht die vorige Königt. Herrschafft, sondern nur bloß die Person desKöniges verwechseln dürften.
Noch nicht genug. Weilen Eure Majestät Stiffter und Uhrhe-ber, so müssen ihr auch alle Nachkommen verbunden werden. DieStiffcer der Königreiche haben zwar die unbeschreibliche Mühe desErfindens und Anlegens: Da sie entweder, als etwan ein Hannibal,durch gantz unwegbare und noch nie betretene Klippen einen Wegbahnen ; oder wie einer, der in den Mceres-Tieffen bauet, in diesenungestümen und wallenden Treffen den ersten Grund-Stein legen,oder auch erst den Grund finden müssen : da hingegen die Nachkom-men den Bau über dem Wasser leicht fortsetzen, und dasjenige gar ge-mächlich austhürmen, was bey Scnckung des ersten Grund - Steinesdie allergröste Gefahr und Schwierigkeit gekostet. Aber eben umdieser Schwierigkeit willen kan auch der Nahme des Stifftcrs nim-mer untergehen, noch Eurer Majestät Ruhm jemahls verlöschen. Solange die Welt stehet, werden Eurer Majestät Nachkommen auf sie,als ihren O.vell zurücke sehen, als von welchem sich alle die Breiten ih-res so grossen Flusses herleiten; und gleichwie noch täglich, so offt nurEuer Majestät Chur-Haufts gedacht wird, man sich alsobald seinesStifftcrs Friederichs des Ersten erinnert: Also wird man auch vondem Preußischen Königreiche nimmer reden, ohne gleich mit seinen Ge-
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