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B. Die Wahl ist hart. Allein den philoso-phischsten Ungewißheiten würde ich we»oigstens einige zuverläßige Begriffe, so ein-fach, so grob sie Ihnen selbst scheinen mbch,ten, vorziehen, insofern ihr Einfluß wohl-thätig, und ihre Macht festgegründet wäre.Lieber will ich Vorurtheile, die regieren, alsGrundsäze, die zerstören. Wenn Sie micherzürnen, werd' ich ihnen so gar sagen, nochlieber will ich Jrrthnmmer, die die Gesell-schaft in einem Zustand von Ordnung undRuhe unterhalten, als Wahrheiten, die Siebeunruhigen und umstürzen.
A. Allein, wenn es Wahrheiten giebt, dieeben so fähig find, Ordnung und Ruhe bey,zubehalten, als die verehrtest«, Lügen?
B. Sv mäste man unsinnig seyn, um Ihnennicht den Vorzug zu gewähren. Inzwischenwollen wir uns die Schwierigkeit nicht ver-heilen, in dieser Welt gewiße Wahrheitenbis auf den Grad des Einflusses zu erhebe»,den gewisse Vorurtheile erhalten haben.Wir wollen uns selbst Gerechtigkeit wieder-sah.