3 »
fahren lassen, der Mensch handelt nicht sofast nach dem, was er weiß, als nach dem,was er glaubt» Da es in seiner Naturliegt, fast nichts anders, als schwach zuwissen, so zieht er seine Stärke, seine Wär-me, seine Wirkungskraft nur aus dem blin-den Zutrauen, das ihn unterjocht. Die Ver-nunft last ihn im Zweifel: Der Glaube,ja der -Glaube ists, so weltlich oder geistigsein Gegenstand seyn mag, der ihn leiden-schaftlich und fähig macht, mit Nachdrukund Erfolg zu handeln.
A. Und sollten nicht neue Vorurtheile, einneuer Glaube, weil es Ihnen beliebt, sichdieses Worts zu bedienen, wie meine Lei-denschaften, sehr glüklich dazu gebraucht wer-den können, die Weichlichkeit und Mattig-keit unsers armen menschlichen Geschlechtswieder zu beleben?
B. Vielleicht. Allein niemals lasse» Sie unsdie äusserste Gefahr, und das langwierigeElend vergessen, das beynahe immer die Ab-schaffung der alten Maximen, und die be-
son«