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Unterredungen, Monologen, Phantasien eines Weltbürgers über die französischen und helvetischen Staatsumwälzungen
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Hältnissen entresßt, wenn er eine große Herr«schaft über sich selbst gewinnt, indem ersich ganz der erhabenen Macht einer herr-schenden Leidenschaft, »der eines Gedan-kens überläßt. Allein glauben Sie nur,Nationen, die im Ganzen dem Einfluß desClima, der Bedürfnisse und der Lrbenserd-nung, deren gebieterischste Gewohnheit th-uen eben dieser Einfluß gegeben hat , unter-worfen sind, verändern sich nicht sehr. sieverderben sich eher, und gehen zu Grunde,als sie sich verändern. Vielleicht machenselbst die liebenswürdigen Eigenschaften derfranzösischen Nation sie zum beschwerli-chen Handwerk, sich selbst zu regieren, weni-ger tüchtig. Ihre außerordentliche Lebhaf-tigkeit, ihr außerordentlicher Leichtsinn, ihreangenehme Sorglosigkeit , die ungeheureSchnellkraft ihrer ganzen Art zu seyn ; wosollten sie mit allen diesen glänzenden An-lagen, die sie auszeichnen, Geduld genug, Fe-stigkeit genug, Ruhe und Ernsthaftigkeit gr-«ug hernehme», um die drükende, langwei-lig-