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Unterredungen, Monologen, Phantasien eines Weltbürgers über die französischen und helvetischen Staatsumwälzungen
Entstehung
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IIL

scheu nehmen die Gewohnheit, zu gehorchen,weit schwieriger an, als die, zu befehlen. Nichtleicht ertragen sie, ohne das unglükliche Ueber-gewicht einer physischen Macht, die Last, zugehorchen, als von denen selbst, denen, essey nun eine wirkliche oder eingebildete Vorzug,lichkeir anzuerkennen, alte Verhältnisse derAchtung und Ehrfurcht sie seit langem gewöhnthaben. Betrachtet die Cantone derSchweiz,wo die reinste Demokratie herrschte? dort l>e,hauptete sich die Achtung für gewisse Namen,für gewisse Familien mit mehr Beharrlichkeit,und vielleicht selbst mit mehr Aberglauben, alsirgend anderswo; so wahr ist es, daß diesesVorurtheil, wenn es eins ist, von stärkere»Empfindungen, als alle nnsere, von Menschen-händen gemachten Einrichtungen, abhängt.

Wie soll man, ohne erbliche Interessen, dieGeschlechter, die auf einander folgen, untereinander verbinden? und, wie soll man, ohnedie feyerliche Macht dieser Verbindungen, dieFestigkeit irgend einer Verfassung, wie sie auchbeschaffen seyn mag, sicher stellen?^

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