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Von dem Einflüsse
Nicht so leicht wird dieser Fall unter rechtlichen Landbe-sitzern eintreten, die mit keiner fremden Menge untermischtsind; diese können sich frey und ohne Gefahr der süßenAusbreitung aller wohlthätigen Tugenden überlassen, undsie dürfen nicht fürchten, daß sie dadurch den Hang zurFaulheit und zum Betteln vergrößern werden.
Eine große Frage ist es: ob man jemals den jetzigenan vielen Orten verdorbenen und versunkenen Bauerstandohne Einführung einer neuen Mannszucht zum Fleiß undzur Ordnung zurück bringen werde? Vormals war «S so,und der hohe Adel bat seinen Ursprung einer verderbten Land-hauptmannschaft zu danken; er war zur Erhaltung derMannszucht angeordnet, und wie alles noch so gierig, wiees nach der reinen Absicht gehen sollte, mochte ein Baueraus der Hauptmannschaft, der sich dem Gcsöffe ergab, oderjeder schlechter und liederlicher Wirth so gleich aufder Stelleentweder aus der Landcompagnie gestoßen, oder aber aufeine andre Art gezächtigct werden. Hat man solche Hand-habungen guter Sitten und Ordnung bey Landbesitzern nütz-lich gefunden zum wie vielmehr wird dieselbe gegen «»ange-sessene Leute nöthig seyn, welche mehrere Noth und Versu-chung dulden, mindrc Macht und Rcitzung zur Tugend ha-ben, und so wenig an ihrer Ehre als an ihren Gütern soviel verlieren können, als achte Landbesitzer und Staatsge-noffen. Es ist eine oft gemißbraucht Regel: man müsse dieLeute drücken, um sie fleißig zu machen: aber die Wahrheit,so darinn liegt, bleibt allemal richtig,daß die Noth derbe-ste Zuchtmeister, und es fehlerhaft sey, diese zu erleichtern,wann so, wie bey Handarbeitern allezeit zu besorgen ist,das Wohlthun neue Müßiggänger macht. Die Forderun-gen der Noth sind strenger als die Gesetze; man reißt seinesNachbarn Hauff nieder, um seines zu retten; aber wehe dem
Böse-