Band 
Zweiter Theil.
Seite
13
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der Bevölkerung rc. iz

Bvsewicht, der das Feuer selbst anlegt, um ein Recht zudieser Rettung zu erlangen, und der die Noch muthwilligverursachet, um dc» Fleiß zu erwecken.

Es ist unstreitig hart, die Sünden der Vater an den un-schuldige» Müttern und Kindern zu rächen; und wir habenaus einer besondern Menschenliebe fast alle die alten Gesetzegemildert, welche nur einigermassen dahin würkten. Aberes ist auch sehr bart, daß da, wo zwanzig unangcsesseneVater ins Zuchthaus kommen, der Unterhalt von zwanzigMüttern und hundert Kindern, welche sich ohne ihrem Va-ter nicht ernähren können, dem Kirchspiel oder dem Staatzur Last falle. Hier fordert die größere Bevölkerung wie-derum eine nothwendige Strenge; sie fordert, daß Mutteeund Kinder mit dem Vater, der den Staat unsicher gemachthat, des Landes verwiesen werden, sollten sie auch gleichdarüber im Elende umkommen. Es gehört dieses zu dennothwendigen Aufopferungen, welch« Religion und Men-schenliebe zwar allezeit von selbst mildern werden, die aberdoch in den Augen und Anstalten des Gesetzgebers ihre Rich-tigkeit behalten müssen. Der Gesetzgeber muß, je mehr dieBevölkerung zunimmt, desto strenger seinem Plan nachge-hen, er muß das Mitleid und die Menschenliebe nicht mitAnstalten beschweren; sondern diesen die süße und würksa-me Freyheit lassen nach eignen Empfindungen zu handeln;welche zur Zeit der äussersten Noth um so viel würksamerseyn werden, je minder sie vorher in die gesetzmäßigen An-stalten eingeflochten worden. Die übrigen Beschwerden,welche die zu starke Bevölkerung im Stifte Oßnabrück nachsich zieht, und die noch eine besondre Betrachtung erfordern,sind folgende.

Der wahre Landmann reichet bey einer theuren Zeit fastdurchgehendö mit seinem Verrathe auS; den vielen Neben-

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