Band 
Zweiter Theil.
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-4 Vorschlag, wie der Themung des Korn-

Exempel,auf cmenLhaler für denHimten steigt,eröfnct wird.Allein den Schaden ungerechnet, welcher dem Staat durchdas darinn angelegte Capital, durch den Unterhalt der Ge-bäude, durchdic Besoldung der Bedienten, durch die allezeitdabey cinschleichcnde Betrügercy und durch andre Unglücks-falle daher zuwachst- so kamnnan sicher darauf rechnen, daßin dem Lande, wo dieses Magazin liegt, das Korn immerhöher im Preise als in andern Landern, alle übrige Umständegle'ch genommen, seyn werde; und dieses aus der vernünfti-gen Ursache, weil der Kaufmann in dem Lande, worinn erdurch das Magazin auf ewig verhindert wird, den höchstenPreis zu erbauten, es nicht wagen wird, die Gefahr des nie-drigsten zu stehen. Der Kornhandel ist so beschaffen, daßneun Zabre Verlust durch ein Jahr Gewinnst ersetzet werdenmüssen. Hat der Kaufmann nun die Hoffnung nicht, sichdurch den höchsten Pr is des einen theuersten Jahrs schadloshalten zu können: so wird er gewiß dieGefahr der neun wohl-feilen nicht übernehmen, folglich von diesem Handel ganz ab-lassen, und wenn dieTbeurung einfallt, dem Staate die ganzeAnstalt allein zuwclzen.

Es sollte daher ein ewiges unvcrandcrlichesGesctz in jedemStaate seyn, daß der Kornpreis, die Umstände möchten kom-men wie sie wollten, immer seinen freyen Laufbehaltcn, niedie Ausfuhr verboten, nie die Kessel versiegelt, nie fremderVorrath auf Unkosten des Staatsangeschafft, nie der Spei-cher eines Privatmanns eröfnet, und überhaupt nie etwasvorgenommen werden sollte, wodurch der ordentlicheLauf desHandels unterbrochen werden könnte. Wo aber ein solchesGesetz noch nicht vorhanden; oder wo es zwar vorhanden,aber noch nicht genug befestiget und geheiliget ist: da mußfreylich dieObrigkeit zntretten, unddemMangel abzuhelfensuchen. Denn in einem solchen Lande haben die Einwohner

natür-