Band 
Zweiter Theil.
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am besten auszuweichen. r?

natürlicher Weise lange vor eingetretener Theurmig gesagt:Unsre guadiaste Landesherrschaft hat uns mehrmalen schonaus der Noch geholfen, und Korn zu einem wohlfeilen Preistverkaufen lassen. Es ist also nicht nöthig, daß wir bis ;ucErndtc für uns selbst sorgen. Ja wir können unsern Vor«rath dem minder glücklichen Nachbarn so viel theurer verkau-fen. Unsre großen Meyer haben auch noch Vorrath; wirddas Land geschlossen, und der Brantewcinkcffel zugeschla-gen : so muß der Preis wohl heruntergehen. Wir wollenallenfalls den Beamten die Ohren so voll schreyen, daß siediese Kornwürmcr einmal heimsuchen, und sie zwingen sollenzu verkaufen rc. Der Müller hat gedacht: Warum soll ichKorn aufschütten? Die Herrschaft wird etwas aus derFremde kommen lassen, und solches wenigstens ohne Vor-theil, wo nicht mit Schaden, verkaufen. Dann sitze ich da.und mag die Würmer füttern. Und der Kaufmann hatschon in seinem Geiste den Beamten konisch vorgeworfen:Das kömmt von euren gute» Anstalten; nicht zufrieden da,mit, daß die Brantcweinkessel versiegelt und die Ausfuhraus dem Lande verhindert worden, wollt ihr sogar die Aem-ter und Kirchspieleschliesscn; ihr wollt dieFuhren, um Kornaus der Fremde zu holen, umsonst gebrauchen; ikr wollt eueroder des Landes Geld ebne Zinsen dazu verwenden; ihr wol-let den Rocken ausborgen; ihr könnet Zollfreyheiken erlan-ge». — Da wage es ein Kaufmann, sich in diese Kornhand«lung zu mischen. — Wo die Umstände so gelegen haben, woder Landmann seinen Vorrath aufs theuerste verkauft, undseine geringen Nebcnwohner in der Hoffnung, die Landes-berrschaft werde sic schon versorgen, BrodloS laßt: da ist es sonatürlich als vernünftig, daß Obrigkeit zutrckte, und dieErwartung der Armuth so viel als möglich erfülle.

Aber ich sage, die Lage würde nie so kommen, wenn jenesGesetz immittcn, und jedermann vollkommen sicher wäre, daß

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