ambesten auszuwekchen. »7
und dasjenige Kirchspiel, was sich allenfalls noch wohl selbsthelfen könnte, mit den übrigen einenyleichen Antbeilan dengemeinen Amts - und Landesbeschwerden übernehmen muß rso verdrießt dieses das gute und haushälterische; es schwächtdas Mitleid; und dasjenige Kirchspiel, waS sürdie Ccinigegewiß gesorgt haben würde, schlagt auch zum theuresten auffremden Markten los, weil es am Ende einerley ist, ob eSgur oder schlecht gehandelt hat; indem doch allen durch diegemeinschaftliche Anstalt in gleicher Maaße geholfen werdenmuß. Nicht zu gedenken, daß bey allen großen Anstaltendie wahre Bedürfniß und das Verdienst eines jeden Nothlei«denden nicht so genau beurtheilet werden kann, als bey An«stalten im Kleinen, wo «in Nachbar den andern kennet, unddenjenigen, der das seinige verschwendet,oder theuer verkauft,oder sich selbst noch wohl helfen kann, zurück setzt, und woein jeder auch seines eignen Vortheils wegen darauf achtet,daß kein Betrug vorgehe, und keiner mehr erhalte, als erzur höchsten Nothdurft gebrauchet. Es giebt Meyer, dieihre Heuerlcute und Beywobnerauf die gemeine Landesan-stalt schicken, wahrender Feit sie ihren eignen Vorrath theuerverkaufen; es giebt Leute, die es wohl bezahlen könnten,und sich doch arm stellen, wenn die Landesherrschaft derArmuth zum besten einen Vorrath wohlfeil losschlagen laßt;es giebt andre, die unter eignen oder geliehenen Namen sichmehrmale» zubringen, und hernach mit demjenigen, waS siewohlfeil erhalten, einen Handel treiben. Alles dieses istder nothwendige Fehler großer Anstalten, wovon ein Kirch,spiel, worinn einer den andern kennet, nichts zu fürchten hat.Und ich getraue mir zu behaupten, daß zo Kirchspiele, diezu einer gemeinschaftlichen Fürsorge verknüpft sind, iooo»Malter Korn fordern werden, welche sich einzeln mit 400abehelfen würden.
Es