z6 Die moralischen Vortheile
Mein rmnn die Noth herein bricht, wenn die GefahrHelden fordert, und ein allgemeiner Rufden Geist aufbietet,w-'nn der Staat mit seinem Untergänge-kämpft, wenn dieGefabr desselben sich mir jeden Esaumten Augenblicke ver-stärkt, wenn die schrecklichste Entscheidung nucmil der gros-sen Auf vferung abgewandt werden kan: Dann zeigt sichall s würksi.m und groß; der Redner wird mächtig, dasGenie überlrjsi sinne eig.-ne Hi ffnunaen, Muth und Dauerbegeistert den Freu-''', Herz und Hand öffnen sich mit glei-cher Nettigkeit, Ausführungen folgen auf Entwürfe, unddie Seele erstaunet über ihre eign n Kräfte. Sicfindetinsich unbekannte Tugenden, erbebt sichund findet neunundentdeckt aufihrer Höhe die erw irertcn Gränzen ihrer Pflich-ten. Die vorhin in ihrer Ruhe angebeteten Größen ver-schwinden unter ihrem Eilige, und der Mensch zeigt sich cWein der Gottheit würdiges Geschöpf.
Wi° mancher ^aame der Tugend käme vielleicht niejum Keimen, und wie weniger zur Reife: wenn Noth undUnglück nicht waren ? Ww vittcn bat der Anblick einesabgezebrtcn Armen ibr eignes Herz bekannt gemacht ? Undwiemanchcn Armen bat nicht der Hunger mit Gefübl, Dank-barkeit und Begierde zur Arbeit beseelt,, wovon er vorhinnur schwache Anfalle bakke? Sollten nicht auch viele unsrerLandlenke den Werth der Mäßigkeit und Sparsamkeit besserals vorhin eingesehen, und manche eine Menge von Sa-chen zu entbehre» gelernt haben, welche ihnen sonst durchausnothwendig schienen? Ich erwehnc jetzt nichts von dempolitischen Nutzen der Landplagen, erwirb zu einer andernBetrachtung führen.
Wie nützlich, wie lehrreich so wohlsär das Herz als denVerstand ist also nichtdiejctzigcTheurung? DiegütigeBor-
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