Band 
Zweiter Theil.
Seite
67
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deelamirt von einem Bürger. 67

ner haben, welche entweder nachlaßigodcr bctrüglich befun-den würden. Der Landmann, der sein Hosgewehr nicht imStande hatte, oder einen Stillcstand suchte, würde, wiedie Juden in Rom, durch eine gelbe Cocarde am Hute noth-dürftig gczüchtiget werden können; und die alten Uctheils-formeln, worinn es noch oft hieß: vorbehaltlich seinerEhre», würden bessere Würkung thun, alsjetzt, wo ein öf-fentlicher Betrüger sich besser kleiden darf, als der ehrlichsteMann, besonders seitdem die christliche Liebe die Stirn desBetrügers vom Brandmarke gerettet hat. Der Verstandder Rcichsgesetze, in Absicht auf Ehre und Unehre, aufehr-liche und unehrliche Leute, würde sich in seinem vollenbrauchbaren Lichte zeige»; und wenn die Hurkinder nie oh-ne eine große That fürs Vaterland, zur Ehre oder zur Uni-form gelangen konnten, viele wilde Ehen in bürgerliche undchristliche verwandelt werden. Aber ohne Einführung ei-ner Uniform sind alle die großen Folgen für den Gesetzgeberverlohren.

Unser Jahrhundert, das fruchtbarer in Ordensbänderngewesen, als alle vorigen, so seit der Schöpfung verflossensind; und nun in Frankreich auch ein Ordenszeichen fürden gemeinen wohlverdienten Soldaten ausgefundcn hat,sollte billig hierin» auch für gemeine Verdienste sorgen.Aber vor der Menge gelehrter Verdienste kann man den ver-dienstvolleil Landmann und Bürger gar nicht mehr erkennen.Vordem harte der Fürst nur einen gelehrten Canzler; die Ra-the bestunden aus Männern, welche Vernunft, Erfahrung,Redlichkeit und Besitzungen dargestellet und gebildet hatten.Diese gaben den Stof, und jener den Schnitt. Jetzt mußalles mir lateinischen Männern besetzt seyn, und das hieraufgelegte Gewicht verdunkelt alles, was eine geläuterte gesun-de Vernunft und eine langjährige Erfahrung hervorbringt;

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