Band 
Zweiter Theil.
Seite
236
JPEG-Download
 

7

2Z6 Verschlag zur Veredelung

nichts wie jene sucht, der kann auch mit Rockenbrey zufrie-den seyn; und die Vorsehung hat es weislich geordnet, daßman wohlfeil und kostbar vergnügt seyn kann, damit einjeder nach Standesgebühr glücklich seyn könne. Aber unsereine, die die unendlichen und mannigfaltigen Bedürfnisse derEitelkeit fühlt; unser eine, sage ich, geht zu allen öffentli-chen Lustbarkeiten, und genießt dabey ein edleres Vergnügen,als alle, so nichts wie einenphilosophischenGeistund einendummen Magen zu befriedigen haben. Ich denke wenig-stens so ; und Sie können mir keinen grösser« Gefallen er-zeigen, als wenn Siemir Ihren Beyfall geben. Thun Siees aber bald; ich erwarte ihn noch Heute, und bin rc.

I.II. '

Vorschlag zu Veredelung der verkehren

gehenden Zeit.

liebe Zeit, welche mit hin - und hergehen, nnt ho«len und bringen in allen Haushaltungen verlohrcnwird, kann füglich in einem Staate, worinnhunderttausendMenschenleben, auf einen täglichen Schaden von taufendThaler« gerechnet.werden;' und sodann wird nur ange-nommen , daß ein Drittel derselben, oder um alle Brächez» vermeiden, 36202 Menschen, alle Tage einen Macien-groschen damit verlieren. Diesen Verlust fühlt man nichtlebhafter als im Lippischen, wo man kcinenDienstboten undsehr wenige Personen auf dem Wege findet,die nicht beständigihr Knüttezeug inHanden haben,und indem sie ihren Geschaf-fen nachgehen, ihre Zeit zu vercdlen suchen. Fremde sehenin Pyrmont keine Frau, die mit leinenen Strümpfcnhan-delt, ohne bey ihrem Herumgehen zugleich wieder einen an-dern