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Die Hogarchsche Linie der Schönheit
s.XI.
Die Hoqarthsche Linie der Schönheit sollte
noch weiter angewandt werden.
/As ist der Wellenlinie wie andern neuen Erscheinungengegangen, die eine kurze Zeit alle schone Gesellschaf-ten in Aufmerksamkeit und Bewunderung setzen, und dannden Philosophen zur fernern Betrachtung hcimfallen. Aubewundern ist es jedoch, daß keiner der letztem darauf ge-fallen ist, ihre Wahrheit und Richtigkeit zu erweisen. Ho-,garch war ein guter Handwerker, der mit der Mütze unterdem Arme seine Stücke verkaufte, und sich um die Theorieseines durch die Erfahrung gefundenen Satzes nicht be-kümmerte ; aber der Philosoph mit der Pelzmütze auf demHaupte hätte billig tiefer in die Sache eindringen sollen.Die Wellenlinie ist die Linie der Schönheit, aber nicht an-ders, als wenn sie zugleich ein Minimum ist.
Die Zirkellinie ist unter einer gleichen Bedingung dieLinie des Reizes. Beydes löset sich hiedurch in eine ganzsimple Wahrheit auf. Die Airkellinie ist die größte Abwei-chung von der geraden, oder der Linie der Roth. Wo dieNatur oder der nachahmende Künstler den allergrößten Ab-weg wählt, und diesen durch die größte Menge der Wir-kungen bezahlt: da muß noihwelldig alles zusammen seyn,was man mit Rechte fordern kann. Es ist folglich auchtheoretisch richtig, daß die Zirkcllinie, die Linie des Reizessey. Gleichwie aberRbcimvein auf die Dauer besser schmeckt,als Cbampagncr; und simple Schönheiten langer gefallenals hohe Rcizungen: so würden wir sehr übel daran seyn,wenn die Natur oder der Künstler aus lauter Reize zu be-
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