Band 
Zweiter Theil.
Seite
336
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zz6 Das englische Gärtgtkl.

Mann daS neueste Modell aus England erhalten, ange-legt , und ein eigner Fluß dazu ausgegraben werden, wor-inn ein halb Dutzend Schildkröten, die bereits fertig sind,zu liegen kommen werden. Jenseits der Brücken, geradeda, wo der Großmama ihre Blcichhütte war, kommt einallerliebster keiner gothischer Dom zu stehen, weil meinMann Gotherich Dom heißt. Wie ich vermuthe, hat erdiese Idee aus dem Garten zu Stove genommen, worinnder Lord Tempel so viele Tempel angelegt har. Der Domwird zwar nicht viel grösser werden, als das Schilder-hausgen, worinn der OnkelToby mitdemCorporalTrim(doch Sie werden dieses nicht verstehe», Sie haben denTri-stram Shandy nicht gelesen) die Belagerungen in seinemGarten commandiere. Aber die gothische Arbeit daranwird doch allemal das Auge der Neugierigen au sich ziehen,und oben drauf kommt ein Fetisch zu stehen. Kurz, ihrgutes Gartgen, liebe Großmama, gleicht jetzt einer bezau»berten Insel, worauf man alles findet, was man nichtdarauf suchet, und von dem, was man daraufsuchet, nichlSfindet. Möchten Sie doch in Ihrem Leben noch einmal zuUns kommen, und alle diese Hcpereyen mit ansehen kön-nen ! Sie waren sonst eine so grosse Bewunderin der Ba-ren und Pfauen von Tapus, womit in Ihrer Jugend diefürstlichen Garten geschränkt waren; was für ein Vergnü-gen würde es Ihnen nun nicht seyn, zu sehen, durch waSfür erhabene Schönheiten diese altfränkischen Sachen ver-drängt worden! Sie müssen aber bald kommen; den» wirwerden noch vor dem Winter nach Schevelingcn reisen, umden englischen Garten zusehen, welchen der Graf von Ben-tink dort aufden Sanddünen angelegt hat. Alles, was dieGröße der Kunst dort aus dem elendesten Sande gemachthat, das denkt mein Mann müsse auf einem guten Acker-grunde gewiß gerathen; »nd er bcdauret nichts mehr, als